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Wolfhagen / Kulturzelt

Die Idee, uns nach dem Frühstück in Hamburg die „Hopper + Zeitgenossen“- Ausstellung anzuschauen, bevor wir nach Wolfhagen aufbrechen, war suboptimal: Eine Riesenschlange hat sich bereits vor dem Museum gebildet, so dass wir uns dann doch direkt Richtung Kassel auf den Weg machen. Mühsames Gegurke, ohne Ende Staus, weichen, wo es geht, auf die Landstraße aus. Gegen 15 Uhr sind wir da, das angekündigte Sommerwetter (mit Temperaturen bis zu 30 Grad!) lässt allerdings weiterhin auf sich warten. Erstmal regnet’s, Sweatshirt-Wetter. Kenne diesen Platz gar nicht anders, denn als ich hier vor zwei Jahren „Chronicles“ gelesen habe, war hier auch Land unter.

Gottseidank ändert sich das dann doch noch im Laufe des späteren Nachmittags, so dass die netten Überzeugungstäter, die dieses Zeltfestival alljährlich in liebevoller Form zusammenstellen und organisieren, doch noch den notwendigen Umsatz mit der Außengastronomie machen.
Damit die Zuschauer des komplett ausverkauften Konzertes auch wirklich reinpassen, hat man für das heutige Festival-Abschluss-Konzert alles aus dem Zelt entfernt, was Platz braucht. Trotzdem wird die Bude rappelvoll und da die Scheinwerfer ziemlich dicht über der Bühne hängen, gerät die Show selbstredend zu einer äußerst schweißtreibenden Angelegenheit.

Habe „Millione Meile“ zurück auf die Setliste geholt, wurde allseits schmerzlich vermisst. Ansonsten stimmt das Programm jetzt, was aber nicht bedeutet, dass man ab jetzt immer die gleiche Setliste spielen muss, denn die Reservebank ist prominent besetzt. Als Knaller hat sich „Deshalv spill mer he“ erwiesen, funktioniert hervorragend als letzter Song des Hauptprogramms. Ob die Kombination „Bahnhofskino“/ „Novembermorje“ auch vor einem deutlich größeren Publikum funktioniert, müssen wir noch rauskriegen. Heute hat es jedenfalls insgesamt großen Spaß gemacht, würde am liebsten direkt mit der Mannschaft zum nächsten Sommernachtskonzert fahren, aber das findet ja erst am Freitag im Garten des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue statt.

Stelle allerdings – wenn ich in meinen Terminkalender schaue – fest, dass es bis dahin bestimmt nicht langweilig wird.

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