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Mühldorf am Inn – Haberkasten

Nach einer kurzen Anfahrt, bei der Anne, Didi und ich uns anhand von Ernst Hofackers wirklich empfehlenswertem Buch „Rolling Stones/Confessin’ the Blues“ und den entsprechenden Tonträgern weiter durch das Werk unserer Helden arbeiten, erstmal ein Bummel durch diese gut erhaltene, mittelalterliche Stadt. Wohl unvergleichbar der lang gezogene Stadtplatz mit seinen Arkadengängen, so was sieht man diesseits der Alpen nicht allzu oft. Schade, dass der Laden einer alten Hutmacherin „wegen Krankheit“ heute geschlossen hat. Die Auslagen, überhaupt das ganze Styling dieses Geschäfts wirkt, als habe man es für ein Museum konserviert. Auf mein Nachfragen erfahre ich, dass es bereits seit Jahren „wegen Krankheit“ geschlossen ist. Wenn ich mich richtig erinnere, bezeichnete man den Beruf einer Hutmacherin auch als „Modistin“. Jedenfalls lebten auf der ersten Etage meines Elternhauses, der Severinstrasse 1, als ich ein Kind war, das Ehepaar Schneider, beide Hutmacher, an die ich locker 40 Jahre nicht mehr gedacht habe. Was mag wohl aus denen geworden sein?

Schlauerweise haben die örtlichen Veranstalter den Innenhof des Haberkastens, einem ehemaligen Getreidespeicher, mit einer riesigen Zeltplane überdacht, in die sogar Regenabflussrinnen eingearbeitet sind. Wusste gar nicht, dass es so was gibt. In den gestrigen Spätnachrichten war Mühldorf wohl – wie mir unser Frontmixer Achim erzählt – noch bezüglich des dort gefallenen Niederschlags „lobend“ erwähnt worden: Tagesrekord bundesweit. Heute ist das Wetter aber unproblematisch, sogar die Schwüle macht mal Pause.

Die Setliste – wieder mit Wellenreiter – funktioniert wie geschmiert, ebenfalls unsere Generalprobe von „Sing Band enn der Stadt“. Denke, der Song hat sogar alle Chancen, nach Meersburg noch mal in der Startformation aufzusteigen. Aufmerksames Publikum, schöner Gig. Danach noch nach Altötting, was mir sehr recht ist, da wollte ich immer schon mal hin.

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