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Linz – Proben

Montag 29. Juni und Dienstag, 30.Juni, Linz (A), Hafenfest

Per ICE nach Frankfurt, wo ich Didi treffe und dann weiter mit der Lufthansa nach Linz, wo am kommenden Wochenende drei Tage lang das Abschlussfest von Hubert von Goisern’s Linz-Europa-Tour stattfinden wird. Am alten Winterhafen wird die Bühne aufgebaut und schräg dahinter hat die “Stadt Wien“, ein Schaufelraddampfer, Baujahr 1939, angelegt. Er wird als Backstage-Area dienen. Im „Tanzcafe Neptun“ ist eine kleine Anlage aufgebaut, so dass die verschiedensten Bands, die vorhaben, miteinander etwas einzuproben, dies in Ruhe tun können. Schön, die Überzeugungstäter um Hubert wieder zu sehen, und schon ist man dabei, einige der Songs aufzufrischen, die wir im vergangenen Jahr auf dem Rhein eingeprobt hatten. Neu dazu kommt „Für ne Moment“, meine Visitenkarte, da wir (d.h. Hubert und Band, Claudia Koreck, meine Wenigkeit und die bulgarische Zigeunerband Karandila) den Dienstag über mit dem Bus und einer winzigen Anlage unterwegs sein werden, um in drei oberösterreichischen Orten unangekündigte Spontankonzerte auf Marktplätzen zu spielen. Unglaublich, was alles geht, wenn man Lust dazu hat und flexibel ist.

Zum Abendessen sind wir wieder auf der „MS Stadt Wien“, wo wir Konstantin Wecker und Willi Retsetaris (Ex-Schmetterlinge, Ex-Ostbahnkurti) treffen, um danach mit allen Beteiligten des Sonntagskonzerts die definitive Abschlussnummer einzuproben: „Schluss, Aus, Okay“ hat sich Hubert dazu auserkoren, in Rekordzeit haben die Herren Wecker und Retsetaris ihre Strophen umgeschrieben. Wir spielen den Song zweimal durch und das war’s. Muss zwischendurch immer wieder daran denken, wie man mich in der Köln-Mühlheimer Stadthalle in das Vorprogramm in das Schmetterlinge geklüngelt hatte und danach die Leute von „Eigelstein-Records“ mit dem Angebot, für sie eine Platte aufzunehmen, vor mir standen. Ungefähr um die gleiche Zeit spielten „Schroeder Roadshow“ (mit Frank Hocker und Gerd Köster), Konstantin Wecker, die Band „Ocean“ (mit einem Sänger namens Herbert Grönemeyer) und ich auf dem Sommerfest des Kölner Schauspielhauses, wo Jürgen Flimm gerade Intendant geworden war. Drei Jahrzehnte liegen da jetzt zwischen. Natürlich ist es mir ein großes Vergnügen und eine Ehre, ausgerechnet in dieser Gesellschaft „Schluss, Aus, Okay“ zu spielen, diese Lied über Sisyphos, das zwischen Rheinkilometer 684 und 687 entstand und in der kalifornischen Mojave-Wüste und Los Angeles verfilmt wurde. Wims BAP-Lieblingssong.

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