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Köln, Fulda, Hamburg

Montag, 11. Mai bis Samstag 16. Mai 2009

Montag, Dienstag und Mittwoch Bürokram, Telefoninterviews und Proben für die Dylan-Lesung am nächsten Mittwoch in St. Wendel, nur unterbrochen durch das Heimspiel gegen Hertha BSC. Keine Ahnung, wieso Christop Daum Ishiaku neunzig Minuten durchspielen lässt, obwohl seine Dynamik und Torgefährlichkeit für alle außer ihn offensichtlich nur mit der Dynamik eines Muschelsacks vergleichbar ist. Dabei fordert die Fangemeinde immer wieder in Sprechchören: „Wir wollen den Mattes sehen!“. Matthias Scherz hätte es in der Tat verdient gehabt und ein Risiko wäre es auch nicht gewesen, schließlich haben wir mit dem Abstieg ja nichts mehr zu tun. Immerhin hat der Mann zehn Jahre lang alles für den FC gegeben, ist topfit und wenn man ihn auf die richtige Position stellt, besser als alles, was sich da sonst versuchen könnte, solange Novakovic verletzt ist – und Abschiedsspiel wird er wohl auch keins kriegen . Schade.

Donnerstag morgen mit dem Zug nach Fulda, wo mich Didi am Bahnhof abholt. Es steht eine kleine Promotour in Sachen Sommernachtstour an, heute Fulda und Wolfhagen, abends noch Hamburg. Freitag morgen dann erst mal in Ruhe in die Buthe-Ausstellung, viele persönliche Erinnerungen an diesen einzigartigen, großherzigen Kerl und genialen Künstler. Würde in den Pressegesprächen am liebsten nur von ihm erzählen, aber ich fürchte, furchtbar mehr, als dass ich für ihn nach seinem Tod vor 14 Jahren das Lied „Novembermorje“ geschrieben habe, wird nicht erwähnt werden. Die Ausstellung hier läuft noch bis zum 1. Juni und wird danach noch einmal im Arp Museum Bahnhof Rolandseck aufgebaut, bevor die zum Teil wirklich sehr fragilen Exponate wieder zurück an die Leihgeber in aller Welt gehen.

Abends zur CD-Präsentation des Debut-Albums der Hamburger Band „Texico“, bei der Annes Freund Gitarre spielt. Da fast sämtliche Musiker dieser Band ihren Lebensunterhalt als Sidemen von irgendwelchen überregionalen Acts (z.B. Rosenstolz) verdienen, dümpelt dieses schöne Projekt aus Zeitmangel jetzt schon seit drei Jahren vor sich hin. Ist halt schwer, so etwas Ambitioniertes nebenbei zum Erfolg zu führen. Toll ist es allemale, was die Kollegen da treiben. Samstag Vormittag noch mal eine Autogrammstunde wie einst im März im Kölner Globetrotter Outdoor-Kaufhaus, diesmal im Hamburger Jack Wolfskin-Store. „Zufällig“ spielt nachmittags noch der FC gegen den HSV, wo wir dann auch hingehen und eine völlig unerwarteten, außerplanmäßigen Auswärtssieg erleben. Unverhofft kommt oft, na ja, ab und zu jedenfalls. Abend laden Anne und Familie zum Grillen ein.

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