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Köln / Berlin

16.April bis 19. April

In der Tat gut, zuhause aufzuwachen und noch etwas zusätzliche Zeit für diverse Erledigungen zur Verfügung zu haben. Erfreulich die SMS, die mir Rhani über Nacht auf mein Handy geschickt hat. Er habe durch Zufall am Prenzlauer Berg eine FC-Kneipe entdeckt, ab jetzt sei es kein Problem mehr, in Berlin zusammen Fußball zu gucken. Rufe ihn nach dem Frühstück an, er fragt, wann ich denn wohl das nächste Mal in Berlin sei, ich antworte „Morgen“, er fragt „Wieso?“ und ich erzähle ihm von Annes und meinem geplanten Unplugged-Auftritt anlässlich des dreißigsten TAZ-Jubiläums. „Kann ich da mitspielen?“ Welch eine Frage!

Freitag morgen 10:05 Uhr ab Köln/Bonn, um 12 Uhr treffe ich Didi, Anne und Rhani im „Haus der Kulturen der Welt“ (im Volksmund auch „Schwangere Auster“ genannt), wir bauen in einem heute ungenutzten Theatersaal unsere Instrumente auf und jammen uns durch die Frage kommenden Stücke. Die Auswahl ist nicht so leicht, schließlich wissen wir überhaupt nicht, für welches Publikum wir spielen. Was kennen die von uns? Sind BAP-Fans dabei? Womöglich auch Hasser? Hatte in einer Blitzentscheidung als Titel unserer Veranstaltung „Sonx aus Köln, Berlin, New York und Jottweiswo“ angegeben und somit von vorne herein auch Platz für Coverversionen geschätzter Kollegen frei gehalten.

Nach einem Kurzauftritt bei der Eröffnungsgala, wo ich alleine „Verdamp lang her“ und nur mit Anne zusammen eine kölsch-englische Version von „My back pages/Vill passiert“ spiele, dauert es dann noch bis Mitternacht, bis wir endlich zu dritt unser kleines Programm spielen können. Es funktioniert prächtig, das Publikum reagiert wunderbar, richtig schade, dass mir im Verlauf der ersten Zugabe dann auch die G-Saite auf meiner Ersatzgitarre reißt (Im Kölschen jitt et kein Jeh!) und dem Auftritt ein ungeplantes Ende gesetzt wird. Genau genommen aber dramaturgisch genau der richtige Zeitpunkt, denn die Stimmung ist genau jetzt (bei „Hurricane/Stell dir vüür“) auf dem Höhepunkt und danach wäre nur noch beschaulicheres gekommen, allerdings auch „Für immer jung“, das ich der TAZ gerne noch als Geburtstagsständchen gewidmet hätte. Im Verlauf meiner Ansage zu „Noh Gulu“ bedanke ich mich ausdrücklich bei dem TAZ-Journalisten Dominic Johnson, der bei dieser Zeitung ausschließlich über afrikanische Themen schreibt. Eine absolute Rarität mittlerweile, sieht man mal von Bartholomäus Grill ab, der das seit Jahren für die „Zeit“ tut.

Immerhin haben wir heute endlich mal wieder „Chelsea Hotel“, „Dä perfekte Daach“ (Anne am Akkordeon) und eine gelungene Version von „Nix anderes em Kopp“ gespielt. Schön, dass Anne und Rhani so engagiert dabei waren. Liege erst um 3:00 Uhr im Bett, Weckruf um 8:00 Uhr, Flug nach Köln um 10:00 Uhr, Zahnarzt-Termin um 12:00 Uhr. 15:30 Uhr Anstoß 1.FC Köln gegen Stuttgart. Der Rest ist schweigen.

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