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Köln, Berlin

Wird wohl langsam mal wieder Zeit, hier was reinzuschreiben. Also: Donnerstag, den 5.November, mit Robin ins Hafenamt im Rheinauhafen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion werden Ausschnitte aus dem Film „The last giants / Wenn das Meer stirbt“ gezeigt. Hatte bereits in einer Kultursendung einen Beitrag darüber gesehen, war aber nicht dazu gekommen, mir diesen Film über die Wale und Delfine in der Meerenge von Gibraltar im Kino anzusehen. Schockierend, was man da erfährt. „Rövver noh Tanger“ werde ich wohl ab sofort mit einem Zusatzgedanken singen, denn hier leben mehr Walarten auf engstem Raum als sonst wo auf der Welt und wenn man weiß, dass täglich ca. 300 Ozeanriesen dieses Nadelöhr mit hoher Geschwindigkeit passieren, kann man sich eigentlich auch ohne den Film gesehen zu haben selbst ausmalen, wer da den Kürzeren zieht. Auch im Verlauf der Diskussion wird mir leider nicht klar, warum es auf europäischer Ebene nicht möglich sein soll, hier wenigstens eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu verfügen.
Knapp eine Woche später, am 11.November, spielt unser Rhani mit Xavier Naidoo in der KölnArena. Leider sind zwei meiner Damen verhindert, meine Söhne stehen nicht auf diese Musik, und so gehe ich mit Isis und ihrer Freundin Frieda hin. Perfekte Band und ebenso perfekte Produktion. Treffe, vor allem was die Crew betrifft, u.a. Mitsu Kürbis, den mit 72 wohl ältesten noch aktiven Roadie Deutschlands, der bereits 1987 mit uns in China unterwegs war. (Lange, lustige Geschichten gibt’s dazu!) Was mir vor allem gefällt, ist, dass Xavier weitgehend auf Loops verzichtet und fast alle Grooves von Rhani und dem Drummer spielen lässt. Ansonsten – was aber wohl Geschmacksache ist – kommt mir dieser Ausnahmesänger vor allem nach Linz (siehe 4. und 5.Juli `09) in diesem starren Showkonzept leicht eingezwängt vor. Beim Söhne Mannheims-Konzert tags drauf soll sich das anders verhalten, wovon ich mich aber leider nicht selbst überzeugen kann, da ich nach Berlin muss und zwar zur Pressekonferenz in Sachen „BAP auf dem Bundespresseball“. Mit quietschenden Reifen hätte ich’s dann abends zwar doch noch in die KölnArena geschafft, vor allem hätte ich gern Henning Wehland von den H-Blocks getroffen, aber die Phase des Songwritings hat unwiderruflich begonnen: Drei Strophen und der Refrain der ersten Nummer liegen auf meinem Schreibtisch, und ich kann an kaum was anderes denken als daran, wie ich in Vers vier wohl die Kurve kriege. Gegen Mitternacht habe ich’s geschafft und freue mich wie ein Schneekönig darüber, dass die neurotische Aufräum- und braune Zimmerpflanzenblätter-Abzupfphase endlich beendet ist, jetzt muss ich lediglich am Ball bleiben. Ideal wäre, wenn ich mich so bald wie möglich nach Kronenburg verziehen könnte was aber nicht geht, da ich in der kommenden Woche noch mal reichlich Termine im Kalender stehen habe. Das muss anders werden

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