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Köln

Die vergangenen drei Wochen mal wenigstens im Schnelldurchgang: Montagmorgen (12.7.) mit Didi und Hellmän zum ersten Meeting bezüglich des kommenden Albums bei der EMI. Wie es aussieht sind wir uns im Wesentlichen einig, lediglich die Veröffentlichungstermine so abzustimmen, dass weder Hoffmann & Campe noch unsere Plattenfirma medienmäßig ins Hintertreffen geraten, bleibt bis nach den Sommerferien eine ungeknackte Nuss.
Dienstagvormittag ein Interview-Termin mit der WDR-„Lokalzeit“ im Lithos, schräg gegenüber von Heinrich Bölls Geburtshaus, Ecke Teutoburger- und Alteburger Straße. Anlass war natürlich der 25.Todestag. In sämtlichen Zeitungen erscheinen dieser Tage Rückblicke auf seine Arbeit und sein Leben, teilweise schon befremdlich, dass einige Kulturkritiker allen Ernstes seine Bedeutung als „Gewissen der Nation“ höher bewerten als seine Leistung als Schriftsteller.
Mittwoch und Donnerstag noch zweimal raus zu Mike Herting, kleinere Probleme bezüglich der Rohaufnahmen, die er zum Arrangieren der „Deutschlandlieder“ braucht. Markus Schäfer vom Böll-Archiv ruft an, weil man auf der Suche nach den ungeschnittenen Bändern zu „Deutsche Erinnerungen aus vierzig Jahren“ ist und überhaupt noch einige Fragen dazu hat, weil dieses Gesprächsprotokoll und die Geschichte seines Zustandekommens im letzten Band der „Heinrich Böll-Werke / Kölner Ausgabe“ abgedruckt werden soll. Tragischerweise lebt Viktor Böll, der ehemalige Leiter des Archivs, der den Film gemeinsam mit Herbert Hoven gemacht hatte, nicht mehr, einiges an Informationen zu dieser Angelegenheit dürfte er mit ins Grab genommen haben.
Samstag (17.7.) sehe ich mir auf Einladung der „Zeitungsgruppe Köln“ von den Rheinterrassen aus gemeinsam mit meinen Töchtern das alljährliche Feuerwerk „Kölner Lichter“ an. Die dazugehörige Mutter weilt leider für zwei Wochen in Südfrankreich auf einem Yoga-Seminar und verpasst somit eine Veranstaltung, an der sie mit Sicherheit Spaß gehabt hätte.
Dienstag (20.7.) schaffe ich es endlich mal, mich mit Nick Nikitakis zu treffen, ewig nicht mehr gesehen den Mann, lediglich alle paar Wochen mal ein Telefonat.
Mittwochmorgen mit dem Zug nach Hamburg, wo ich gemeinsam mit Didi einen Termin beim Verlag wahrnehme. Es geht genau genommen um dasselbe wie vorige Woche bei der EMI. Über Nacht bleiben wir in Hamburg, abends eine kleine Grillparty im Garten von Annes und Ulles neuer Behausung. Ausgesprochen gelungene Veranstaltung!
Samstags Tinas Rückkehr aus Blacon, die darauf folgende Woche Feintuning an den bisher geschriebenen Texten fürs neue Album, der Versuch eines vorläufigen Tracklistings um dahinter zu kommen, was noch fehlt und am Freitagabend (30.7.) im Blitzverfahren die Aufnahmen der Wanderversionen meiner Songs in stackmans Studio. Bis wir uns am kommenden Samstag für drei Wochen in die Ägäis verziehen, hätte ich nämlich ganz gern die komplette Band (plus Anne und Rhani) auf den aktuellen Stand gebracht.
Sonntagabend sind wir ins Kölner Cinenova zur Premiere des Films „Themba“ eingeladen, was ich aber leider absagen muss. Bin seit dem Morgen leicht neben der Spur: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, und da ich nach dem Film noch auf die Bühne sollte, um was zum Thema Aids in Afrika zu sagen, ziehen wir es vor zu Hause zu bleiben und halblang zu machen. In diesem Zusammenhang noch ein Buchtipp, den Oliver im Netz entdeckt hatte, nämlich „Wanderer der Nacht“ von Wojciech Jagielski. Habe das Buch in der Zwischenzeit gelesen und muss sagen, das ist das Beste, was ich in den vergangenen sechs Jahren zum Thema „Kindersoldaten und Nordpendler in Norduganda“ gelesen habe. Gut recherchiert und endlich auch einmal gut geschrieben! Der erste Satz: In Gulu ging der Tag zu Ende.

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