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Flug 4U675 Santorini – Köln/Bonn

Nach fast einem Monat eine kurze Zusammenfassung: Dienstag, 3.August, eine Scheckübergabe zugunsten „Gemeinsam für Afrika“ im Kölner Schokoladenmuseum, eine Gabelstaplerfirma hatte € 15.000 gestiftet. Bis zum Familienurlaub auf Naxos (vom 7. bis heute) schaffe ich es tatsächlich, die letzte noch fehlende Nummer fürs Album zu betexten, einen Song, den Helmut mir mal wieder maßgeschneidert hat. Somit kann ich entspannt verreisen, ohne mich im Hinterkopf dann doch wieder mit irgendwelchen Terminen beschäftigen zu müssen. Eine prima Voraussetzung, denn die kommenden Wochen und Monate werden es in sich haben.
Fliege also mit meinen Damen erst mal für drei Tage auf die Vulkaninsel Santorini, die mich vor zwei Jahren, als ich allein dort zwei Nächte verbrachte, ziemlich umgehauen hatte. Der Blick von Imerovigli runter in den Krater ist nach wie vor einer der atemberaubendsten, die mir jemals vergönnt waren. Dann weiter mit der Blue Star Naxos auf „unsere“ Insel, die mir 2003 Klaus Hoffmann vermittelt hatte, auf der wir aber wegen der suboptimalen Flugverbindungen nur dann den Sommerurlaub verbringen können, wenn keine Open Airs anstehen. Hier angekommen ist alles beim alten. Allgemeine Freude, es hat was von nach Hause kommen, als wären wir gar nicht weggewesen. Obwohl ich mir – trotz Übergepäckgefahr – Unmengen Bücher mitgenommen habe, bin ich sehr froh, dass „Silver and Used Books/Vrakas“ in Naxos-Stadt noch existiert. Auch diesmal bin ich ab der Hälfte unserer drei Wochen wieder Stammkunde. Finde hier vor allem Bücher, die ich immer schon mal lesen wollte, aber mangels Gelegenheit dann doch nie gelesen habe. Wer zieht schon beispielsweise los, um sich Victor Hugos „Die Elenden“ zuzulegen? Auch merkwürdig, dass mir nie John Updikes Rabbit-Tetralogie untergekommen ist. Jedenfalls habe ich mir jetzt wenigstens mal den vierten und letzten Teil „Rabbit in Ruhe“ gegeben und soviel Spaß dabei gehabt, dass ich mir am Montag unmittelbar die ersten drei Bücher bestellen bzw. kaufen werde.
Was die Arbeit betrifft habe ich lediglich Feinschliff an den fürs Album vorgesehenen Texten betrieben. War dann doch noch einiges, vor allem was Doubletten betrifft. Einige Themen kommen halt immer wieder hoch und plötzlich bemerkt man, dass bestimmte Sätze und Reimpaare in mehreren Songs auftauchen, was natürlich überhaupt nicht geht. Immer wieder faszinierend auch der „Nackenhaartest“. Egal wie lange das Schreiben eines Textes her ist, an bestimmten Stellen, die damals gerade so durchgingen, sträubt sich immer noch was und das heißt dann nichts anderes als: Da musst du noch mal ran, Mann!
Für die letzte Woche kommt Severin noch dazu, eine prima Idee, denn dass wir zusammen irgendwo in Urlaub waren, ist locker zehn Jahre her.

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