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Berlin-Steglitz, Schlosspark-Theater

Didi Hallervordens Anfrage ob ich nicht mal Lust hätte, mit einer kleineren Produktion etwas in seinem reaktivierten Schlosspark-Theater auf die Bühne zu bringen, lag schon vor, als ich im vergangenen Sommer mit Anne und (kurzfristig dann auch) Rhani auf dem 30. taz-Jubiläum spielte. Insofern also diese kleine Ausnahme bezüglich „… nur am Rande der medialen Wahrnehmungsgrenzen“, andererseits fällt Steglitz, was Gesamtberlin betrifft, dann doch wieder in diese Kategorie, denn dieser Stadtteil liegt nun definitiv nicht im Zentrum und dürfte medial eher unter „ferner liefen“ fallen. Anne wird von ihren Männern besucht, und somit ist die Gelegenheit günstig, ihren Freund Ulrich Rhode, mit dem sie sozusagen hauptberuflich bei Rosenstolz spielt, einzuladen bei „Blonde Mohikaner“ endlich mal die bisher noch nie stattgefundene, aber ursprünglich vorgesehene Lap Steel-Gitarre zu spielen. Proben also im Rahmen des Soundchecks mit ihm und dem ebenfalls erschienenen Michael Naß ein paar Songs(u.a. endlich auch “Rocky Racoon / Karl Heinz Buhr“ mit Klavier) ein, sodass auch heute abend keinerlei Routine-Gefahr besteht. Klar ist, dass wir mit dieser dann auch schon wieder fast „Normalbesetzung“ Gefahr laufen, den Minimalismus-Pfad zu verlassen und vor allem den Haus-Tontechniker zu überfordern, denn um so was ordentlich abzumischen, muss man sich eigentlich schlafwandlerisch sicher im Repertoire zurechtfinden. Dementsprechend also kleine Punktabstriche in Punkto Sound, aber dennoch ein wunderbarer Abend.

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