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Köln – Roncalliplatz

Die Woche über passiert nichts Nennenswertes bis auf den Meet+Greet-Termin in derWorld-Vision-Zentrale in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Mittwoch. Erfreulicherweise sind die sechs Gewinner tatsächlich an unserem Projekt interessiert, somit fahren Didi und ich nicht mit dem Gefühl ab, einen Nachmittag verplempert zu haben. Bis spät in die Nacht sitzen wir danach in Manfred’s Büro im Jack-Wolfskin-Firmensitz in Idstein, die Nationalmannschaft muss ohne uns gegen Aserbaidschan punkten. Es um die Planung unserer Aktivitäten nach dem letzten Gig der Pandora-Tour am 25.September auf dem Schupfart-Festival in der Schweiz. Denke, wir haben ein paar gute Ideen zusammengetragen, da kann was ordentliches draus werden.
Donnerstag Abend reist dann auch der Jeheimrat an, wir kommen aber nicht groß zu „..Ede Wolf“, alles dreht sich logischerweise um den BAP-vüür’m Dom-Gig. Leider steht die Bühne für unsere Anforderungen ziemlich dämlich direkt vor dem Südportal, weil exakt da am Mittwoch die Domfestspiele drauf stattzufinden hatten. Eine Art Revue, bei der diverse Wasserspeier zur Geisterstunde lebendig werden und der Dom selbst als Theaterkulisse fungiert. Beim vorigen Mal, vor 2 Jahren, stand die Bühne praktisch schräg in der nordöstlichen Ecke des Roncalliplatzes, so dass locker 500 Menschen mehr sehen konnten, was da oben bei uns abgeht. Egal, nur so konnten wir überhaupt einen Termin bekommen und ansonsten verlief ja nun wirklich alles optimal. Großartiges Wetter, rappelvolle Domplatte, viele Besucher stehen mit der vom Stadtanzeiger-Seite mit der von mir erläuterten Setliste vor der Bühne und ich habe den Eindruck, dass manche sich regelrecht auf die Show vorbereitet haben. Uns gelingt jedenfalls eine astreine Punktlandung. Auch die Gäste, BASTA bei „Et ess wie et ess“, Julian Dawson bei „Verdamp“ und „Klaus der Geiger“ bei „Für ne Moment“ werden gebührend abgefeiert. Meine Ansage zu Rory Gallaghers „Million miles away“ in Anwesenheit unseres alten Freundes Peter Rüchel, der uns von hinter den PA-Wings aus, wie so oft seit 1981 zuschaut, ist für mich persönlich heute nicht nur Routine. Ohne ihn und seine Rockpalast-Crew hätte mit Sicherheit ein wichtiger Riesenbaustein in unserer Karriere gefehlt. Auch schön zu wissen, wie viele alte Freunde, Bekannte und Verwandte da unten stehen, bzw., was die älteren Herrschaften betrifft, von Balkon des Dom-Hotels aus zusehen.
Den Kölner Lokalpolitikern aller in Rathaus vertretenen Parteien, von CDU bis zu den Grünen, danke ich ausdrücklich für ihr, in unseren Fall außergewöhnlich einstimmiges, Abstimmungsverhalten, insbesondere dafür, dass sie sich damit gleichzeitig gegen Andre Rieu entschieden haben, dessen Management ja immerhin eine riesige ZDF-Produktion in die Waagschale geschmissen hatte. Die dreieinviertel Stunden gehen viel zu schnell vorbei, wir sind beinahe pünktlich um Elf mit „Schluss, Aus, Okay“ (Julian singt die Kerouac-Strophe englisch!) durch, und ich denke, die Leute gehen mit einem richtig guten BAP-Gefühl vom Platz. Gut, dass wir noch zwei Shows zum runterkommen haben, heute feiern wir erst mal in einem Saal des Dom-Hotels im engsten Freundes- und Verwandtenkreis den vermutlich emotionalen Höhepunkt der laufenden Tour ab.

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