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ICE Köln – Karlsruhe

Der Phantomschmerz bezüglich zweier suboptimal verlaufener Konzerte ganz am Ende der Pandora-Phase und natürlich Köhlers Rücktritt inklusive der überheblichen und hämischen Kommentare einer besserwisserischen Presse und dem Ausfall der geplanten Reise nach Burkina Faso und Südafrika hat noch eine ganze Weile gedauert. Mache das Beste aus der Situation und verziehe mich für ein paar Tage mit Hund nach Kronenburg um zu texten. Morgens und abends ein ausführlicher Spazierganz, und die Welt ist – wie immer, wenn ich in der Eifel bin – in Rekordzeit wieder in Ordnung. Das Schreiben funktioniert prima, sodass auch noch ausführlich Zeit zum Lesen übrig bleibt. John Irvings neuer Roman „Die letzte Nacht am Twisted River“ der – wie es heißt – auf einem Vierzeiler aus Bob Dylans „Tangled up in blue“ vom „Blood on the tracks“-Album basiert, macht es einem wie befürchtet nicht leicht, ihn aus der Hand zu legen. Ein Männerbuch, an dem Clint Eastwood seine Freude haben dürfte. Anne und Ulle haben inzwischen im kleinstmöglichen Kreis geheiratet, die Fete folgt im August. Für die nächsten Wochen wird die Fußball-Weltmeisterschaft den Terminplan bestimmen. Das zweite Spiel der Deutschen werde ich schon mal nicht vollständig live erleben, weil dieser ICE, in dem ich sitze, erst mit 55-minütiger Verspätung in Köln losgefahren ist. Verabredet war, dass Jürgen mich am Bahnhof abholt und wir uns das Spiel bei ihm zuhause ansehen, bevor Anne, er und ich mit den Ganes-Mädels unser gemeinsames 45-minütiges Programm für die morgige Neueinweihung des Tollhaus einproben.

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