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Heilbronn – Gaffenberg-Festival

Es ist immer noch unfassbar schwül. Schon bevor wir in Lorsch aufbrechen, sind zwei T-Shirts durchgeschwitzt. Bei der Ankunft auf dem Gaffenberg stelle ich erfreut fest, dass eine Art Brise weht. Das Zeltdach, das hier auf diesem Kindererholungsheimgelände fest installiert ist, lässt die Luft zirkulieren, das gibt Anlass zur Hoffnung, heute Abend mal nicht gegrillt zu werden. Beim Soundcheck (diesmal tangiert uns der tägliche Wolkenbruch nur peripher) kommen wir tatsächlich mal dazu „Band enn der Stadt“ anzugehen. Kommt hervorragend. Lustig, wie tief sich so ein Song ins Unterbewusstsein eingräbt. Vollkommen unabgesprochen machen Helmut, Werner und ich beim letzten Akkord die obligatorische Beatles-Verbeugung, die ist einfach in Fleisch und Blut übergegangen.

Die Show verläuft optimal, Live-Album-würdig. Zum ersten Mal bei dieser Tour habe ich „Wellenreiter“ hinter „Ruut-weiß-blau“ gepackt, denn irgendwie hatte ich gestern das Gefühl, dass sich die Leute in dieser Programmphase ruhig noch ein bisschen freuen sollten. „Prädestiniert“ war da zwar ehrenhaft, aber unangebracht.

Kurz vor dem Konzert hat sich Klaus Voorman gemeldet, um abzusprechen, was wir am Montag in München gemeinsam darbieten. Mein Vorschlag, „Mighty Quinn“ und „Money“, das er seinerzeit mit Eric Clapton und John Lennon in Toronto spielte (siehe „Warum spielst du ‚Imagine‘ nicht auf dem weißen Klavier, John?“) ist genehm.

Nach der Show in den Nightliner, der uns morgen früh um 8 Uhr in Linz abliefern soll. Jede Art von rauschender Ballnacht entfällt vernünftigerweise.

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