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Samstag, 22. März 2014 – Merkers / Erlebnis Bergwerk Merkers

Machen uns schon nach dem Frühstück auf den Weg nach Vacha, wo Werner, Rhani, Fisch und ich uns in Eddy´s Bowlingbahn das FC-Spiel gegen Aalen anschauen. Anstoß schon um 13:00. Sehr nett, dass der örtliche Veranstalter uns das so eingefädelt hat. Man bewirtet uns opulent, auch wenn die ganze Situation uns doch ziemlich unwirklich vorkommt. Freundliche Leute, die uns dann aber auch nicht über das magere Endergebnis hinwegtrösten können: 0:0.

Weiter nach Merkers, wo man uns schon erwartet. Es gibt eine kleine Einführung in die Geschichte des Salzbergwerks und schon stehen wir im Aufzug, der uns unter Tage befördert. Unten angekommen, nehmen wir auf einer Art offenem Pritschenwagen Platz, der uns dann zum sieben Kilometer entfernten Auftrittsort kutschiert. Man erzählt uns, dass das Stollen- und Tunnelsystem dieses stillgelegten Bergwerks dieselben Ausmaße wie München inklusive Vororte hat. 500 Meter unter der Erdoberfläche durch diese Stollen zu fahren, hat für mich was Klaustrophobisches. Erst als wir den eigentlichen Venue erreichen, atme ich auf. Anscheinend ist die Deckenhöhe für die Stärke meiner Urängste entscheidend. Dadurch, dass es letztendlich doch ein Tunnel ist, macht es wenig Sinn, hier mit unserem eigentlichen Bühnenaufbau und dem dafür konzipierten Licht aufzutreten. Offensichtlich hat man hier mit diesem Umstand umzugehen gelernt. Damit auch die Leute ganz hinten was sehen, gibt es über der Bühne eine überdimensionale Kinoleinwand, auf der sie das Bühnengeschehen verfolgen können. Bei den ersten beiden Stücken des Programms befürchte ich, dass die Songauswahl heute Abend hier nicht funktionieren wird, denn es wimmelt vor der Bühne von Fotografen und auch aus dem Publikum wird eifrig geblitzt. Aber erstaunlicherweise hört das dann schlagartig auf und alles verläuft so entspannt wie gewohnt. Damit das auch mit dem Schichtdienst klappt haben wir eine Viertelstunde früher angefangen und lassen einen Song weg. Erstaunlich, dass Achim einen ordentlichen Sound hinkriegt. Anscheinend ist die Oberflächenstruktur des Salzgesteins dafür verantwortlich, jedenfalls hält sich der Nachhall in Grenzen. Trotzdem möchte ich garnicht wissen, wie es hier unten mit Rock’n’Roll-Besteck und aufgerissenen Amps geklungen hätte. So aber waren alle zufrieden und glücklich, ein Gig, den so schnell keiner von uns vergessen wird!
Die Rückfahrt zum Aufzug empfinde ich dann schon deutlich easier, denn ich sitze diesmal neben dem Fahrer, der sich als alter BAP-Fan outet, und sehe, wohin wir fahren. Das hilft.
Nicht so toll ist dann die Fahrt nach Erfurt noch am selben Abend, weil es hier in Merkers weit und breit kein Hotel für den Tour-Tross gibt. Tina, die mich übers Wochenende besucht und wegen Fussel mit dem Auto unterwegs ist, übernimmt das Steuer, obwohl sie schon von der Herfahrt hundemüde ist. Erschwerend kommt dann noch dazu, dass uns das Navigationssystem (Die „Elli“) unbedingt die landschaftlich schöne Strecke aufnötigen will. Erst deutlich nach 2:00 Uhr morgens kommen wir in Erfurt am Hotel an. Da ist es auch kein Trost, dass die anderen Fahrzeuge auch nicht viel früher angekommen sind. Immerhin gibt es hier bis 14:00 Uhr Frühstück, und das Hotel liegt direkt gegenüber vom Theater, in dem wir spielen.

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