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Köln – Roncalliplatz

Nachdem Helmut K., Mike Herting und ich vorgestern eine gut vorbereitete Durchlaufprobe mit der Big Band der Rheinischen Musikhochschule absolviert haben, geht es heute nach der A-Capella-Truppe „Basta“ für anderthalb Stunden auf die große Bühne vor dem Kölner Dom.

Der Roncalliplatz platzt aus allen Nähten, das hier ist nämlich die Auftaktveranstaltung des evangelischen Kirchentages. Tolles Wetter, optimal gelaunte Menschen, Eintritt frei und diese jungen Kerls von der Big Band, alle zwischen zwanzig und fünfundzwanzig, sind bereit um ihr Leben zu spielen.
Wir spielen ein Hammerkonzert. Einer der vielen Höhepunkte ist mein Freund Nikitakis, den ich erst vorgestern Abend zufällig hier traf und fragte, ob er nicht heute mal mit seiner Bouzuki vorbei kommen wolle. Natürlich spielt er bei seiner Komposition „Arsch huh“ mit, vor allem das improvisierte Vorspiel passt hundertprozentig zu den paar Sätzen, die ich zum Thema Moscheeneubau und „Pro Köln“ sage. Unerträglich, dass es ausgerechnet mit diesem billigen Etikettenschwindeltrick eine Nazipartei in den Stadtrat unserer selbstverliebten Stadt geschafft hat.

Jedenfalls ein wunderschöner Abend mit einer Band, die man nicht aus den Augen verlieren sollte. „Schluss, Aus, Okay“, unser letztes Stück, widme ich all den „Sisyphossen“ der Hilfsorganisationen, die ich in Afrika bei ihrer Arbeit erleben durfte, deren Wirken außerhalb der telegenen Katastrophen in unseren Breiten so gut wie unbemerkt bleibt. Vor allem aber Dr. Alfred Jahn, meinem neuen Helden (siehe 16.5.).

Kann es kaum erwarten, hier am 10. und 11.August mit BAP zu spielen.

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