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Mittwoch, 2. Juli 2014 - Mittwoch, 16. Juli 2014 - Köln/Bonn

In der kleinen Tourpause, die aufgrund der WM zustande kam, wurde natürlich auch im Hause N. hauptsächlich Fußball gekuckt. Zwei Geburtstage gab es zu feiern, nämlich Julian Dawsons 60., der das Fest allerdings im Kreise seiner Familie in Südfrankreich beging, und Alfred Bioleks 80. Geburtstag, der dazu ins Restaurant "Acht" in den Kölner Speicherhäfen einlud. Eine Einladung, der wir nur zu gerne gefolgt sind, schließlich ist Bio seit langer Zeit schon ein Freund der Familie. Unvergessen beispielsweise, als er uns uns in sein Haus auf der griechischen Insel Tinos eingeladen, uns bekocht und uns schließlich die ganze Insel gezeigt hatte. Mal ganz abgesehen davon, dass er uns bereits 1978 in seine Talkshow im "Senftöpfchen" eingeladen hatte, eine unserer allerersten Auftritte, noch bevor seine Talkformate Einzug ins Fernsehen hielten. Wenn ich mich recht erinnere haben wir damals "Helfe" und "Anna" gespielt und er hat sich mit mir auf seinem Sofa darüber unterhalten. Jedenfalls haben wir in all diesen Jahren immer wieder miteinander zu tun gehabt und es war mir immer wieder ein besonderes Vergnügen, mit diesem Menschenfreund zusammen zu arbeiten. Schön, übrigens auch bei der Geburtstagsfeier Sandra Maischberger, nach dem stürmischen Ende von Birlikte erstmals wieder zu treffen und mit ihr Revue passieren zu lassen, was da eigentlich abgelaufen ist. Überhaupt haben wir reichlich Freunde und Bekannte getroffen, denen man nicht alle Tage über den Weg läuft. Ein gelungenes Fest, schön dabei gewesen zu sein. Am gestrigen Dienstag dann hat mich Rainer Schumann, der Trommler der Furys nach Bonn/Bad Godesberg eingeladen, wo er mit seinem Projekt "Klang und Leben / Music for the Moment" in der Kursana Villa Camphausen, unmittelbar gegenüber vom Drachenfels auftritt. Ein großartiges Projekt, denn zusammen mit seiner Band spielt er Schlager aus jenen Jahrzehnten, in denen diese alten Menschen ihre glückliche Zeit verbracht haben. Das Publikum besteht ausschließlich aus Alzheimer-Patienten und als Rainer mir nach unserem Konzert in Hannover davon erzählt hatte, war ich natürlich unmittelbar drauf angesprungen. Vermutlich wusste er, dass meine Mutter am Ende ihres Lebens unter Parkinson und Alzheimer gelitten hatte. Es ist sehr bewegend, zu erleben wie sich die alten Herrschaften nach und nach zu den Klängen öffnen, mitsingen und manche sogar tanzen, die ansonsten im normalen Altenheim-Alltag kaum noch Regungen zeigen. Danach dann nach Köln Bocklemünd, wo auf dem WDR-Gelände diesmal eine "Kölner Treff"-Folge aufgezeichnet wird. Ausnahmsweise, weil Bettina Böttinger schließlich auch mal in Urlaub fahren will. Ausgestrahlt wird die Sendung dann am 15. August, also noch rechtzeitig um auf das Erscheinen unseres Live-Albums aufmerksam zu machen.
Am gestrigen Mittwochmorgen ruft eine Mitarbeiterin des Kölner Oberbürgermeisters an, um mich am Spätnachmittag ins historische Rathaus einzuladen, wenn Lukas Podolski sich ins goldene Buch der Stadt Köln einträgt. Selbstverständlich stricke ich meinen Terminplan um, denn so oft wird man ja schließlich nicht Weltmeister. Natürlich haben wir so gut wie keine Gelegenheit, ein paar Worte miteinander zu wechseln, nur eine Umarmung und meine Glückwünsche, dann ist er auch schon wieder in den jubelnden Massen verschwunden, ..unser Prinz. Ein wirklich liebenswerter Kerl, dem man seine Authentizität mit Sicherheit niemals austreiben wird. Der weiss, wo er herkommt und auch das wissen tausende Kölner zu schätzen, die ihm nach der Ehrung auf dem Rathaus-Balkon zujubeln. Joode Mann!