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Montag 24.Februar 2014 – Sonntag 1.März 2014 / Köln – Berlin

Bis auf das FC-Spiel gegen Fürth und das Richtfest des Rosenmontagszugs, zu dem man mich, seit ich die beiden Afrika-Wagen entworfen habe in schöner Regelmäßigkeit einlädt, fand diese Woche lediglich der kleine Trip nach Berlin statt, weil Maschine mich gebeten hatte, beim EPK (Electronic-Press-Kit) – Dreh teilzunehmen. Eine willkommene Ablenkung von den Tour-Vorbereitungen, endlich lerne ich auch einmal die Studio-Musiker die auf seinem Album mitgespielt haben in Gänze kennen, obwohl ich den meisten von ihnen ja längst schon längst mal irgendwo über den Weg gelaufen bin: Julia Nagel und Toni Krahl (von City) die beide ebenfalls ein Duett mit Maschine singen. Uwe Hassbecker, der Gitarrist von Silly, den ich seit 1987 kenne und schätze, Chris Liebig der Bassist von Karat, ein junger Drummer namens Felix Lehrmann, der oft mit Rhani spielt, sowie der Gitarrist Max`s Repke vom „Club der toten Dichter“. Irgendwie erinnert mich diese Zusammenkunft leicht an das Making of der beiden Traveling Wilburys –Alben. Sehr entspannt , lauter Kollegen die keinem mehr was beweisen müssen. Bin sehr gespannt, wie das Album ankommen wird. Zu schade, dass Maschine ausgerechnet am 14. März in Köln beim „Kölner Treff“ ist, wenn wir den offiziellen Tour-Start in Berlin im Tempodrom begehen. Aber am 25. März in der Berliner Kulturbrauerei werde ich mir zwischen Braunschweig und Leipzig einen kleinen Abstecher erlauben, um mit den Kollegen bei der Album-Präsentation auf der Bühne zu stehen.
Kleine Story am Rande: Seit 1984 habe ich immer wieder überlegt, welche DDR-Band denn da wohl im „Hotel unter den Linden“ an der Theke der Hotelbar gesessen hat und versuchte uns per Zeichensprache kundzutun, wie wir uns wohl am besten verhalten sollten. Ich bin nie drauf gekommen. Erst bei Maschines EPK-Dreh fiel es mir wie Schuppen aus den Augen. Toni Krahl stieg aus dem Auto und plötzlich hatte ich eine Art Deja-Vu. Das war der Typ, den ich die ganze Zeit vor meinem geistigen Auge hatte. Die Band hieß „City“. Irre, dass wir uns erst 30 Jahre später darüber unterhalten konnten, wie sie sozusagen händeringend versuchten, uns irgendwohin zu bringen, wo die Wände keine Ohren hatten. Wenn es ihnen gelungen wäre, wer weiß welchen Verlauf die Geschichte dann genommen hätte.