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Freitag, 7.September 2012 – Bremen / Radio Bremen-Rockkonzert

Obwohl es ja nach der Tour nun wirklich nichts mehr zu promoten gibt, machen wir uns noch mal auf den Weg nach Bremen, da diverse alte Vertraute wie z.B. Burkhard Rausch und Jörg Sonntag dazu eingeladen hatten. Erst mich zu einer Samstagmorgen-Radiosendung und „... da ich ja da schon am Vorabend anreisen muss, könnte man ja auch mal darüber nachdenken, ob wir nicht auch noch ein TV-Special aufzeichnen ...“ Spontan und flexibel wie wir sind fragen wir rund, ob alle BAP-Musikanten dazu Zeit haben (Helmut und Jürgen sind leider bereits verplant), fragen Rhani, wie es bei ihm aussieht und sagen zu. Natürlich muss ich mir eine Setliste ausdenken, die ohne gitarrenlastige Songs auskommt, aber das ist ja kein großes Problem. Schon eher, dass ich einige davon ewig nicht mehr gespielt habe und mich beispielsweise in „Frankie“, „Magdalena“ und „Novembermorje“ noch mal richtig reinknien muss. Gut, dass dafür der Mittwoch- und der Donnerstagvormittag zur Verfügung steht. Und natürlich auch prima, dass sich alle Beteiligte darauf eingelassen haben, obwohl es da nun wirklich nicht groß was zu verdienen gibt. Vom Rhani erfahre ich beim Frühstück, dass er erst vorgestern aus Vietnam zurügekehrt ist, wo er mit einem vietnamesischen Weltmusiker auf Tour war und nach unserem Auftritt heute abend unmittelbar wieder los muss, um am Samstagmorgen in Köln (um 6:00 Uhr!) den Flieger nach Wien und weiter nach Skopje zu erwischen. Selbstredend chauffiert der Meister sich selbst. Wir proben bzw. soundchecken ab ca. 14:00 Uhr, indem wir mal sämtliche Songs durchspielen, ohne die Zeit zu haben noch großartig etwas auszufeilen. Vorher noch ein Paar TV- bzw. Radio-Interviews, die erfreulich entspannt ablaufen. Ebenso wie das abendliche Konzert, das Jörg Sonntag mit einigem Aufwand aufnimmt. So wird vor der Bühne sogar eine Kamera auf Schienen installiert, was allerdings dazu führt, dass die Distanz zwischen uns und dem geneigten Publikum eigentlich zu groß wird. Egal, mit Routine kriegen wir auch das hin, obwohl es natürlich schöner ist, wenn ich auf Reaktionen eingehen kann. Erst bei der ersten Verbeugung nach Beendigung des regulären Sets sehe ich, wer alles von den “Unheilbaren“ erschienen ist. Unter anderem Bea und Uwe aus Hamburg, die, wann immer sie im Laufe dieser Tour von mir vor der Bühne wahrgenommen wurden, für ein schlechtes Gewissen gesorgt haben, weil ich ja weiß, dass sie vor allem auf „Novembermorje“ warten und genaugenommen ohne sämtliche Big Hits auskommen würden. Das heutige Programm dürfte ihnen zusagen. Keine Kompromisse! Im Gegenteil, nachdem das eigentliche Set gespielt ist, entscheide ich mich spontan dafür, noch „Ruut-wiess-blau“ hinterherzuschicken, denn die soeben gespielten vier Songs („Sonx / Gulu / Jupp / Noh all dänne Johre“) kommen mir dann doch etwas zu traurig daher. Als erste Zugabe spielen wir nach ewigen Zeiten noch mal „Karl Heinz Buhr“, ebenfalls als der weiteren Ecke, um uns dann mit „Für immer jung“ endgültig zu verabschieden. Knappe 2 Stunden Nettospielzeit, da wird der Jörg schon was Ordentliches auf eine Stunde zusammenschneiden können. Nach der Show verschwinde ich recht zügig in meine „Behausung“ im Park Hotel (hat was von Weißem Haus, komme mir vor wie Obama selbst), um morgen früh für die ursprüngliche Radio-Show fit zu sein. Noch zu erwähnen wäre, dass die Setlistenversteigerungen zugunsten von „Rebound“ neuerdings über Chrischis Homepage (www.bap-fan.de) abgewickelt werden. So auch die besonders schöne vom heutigen Gig, von allen beteiligten Musikanten signiert, sozusagen eine Rarität.