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Dienstag, 4.September 2012 – Duderstadt / Symposium „Schutzräume für Kinder“

Leider geht es am Sonntagmorgen direkt weiter. Erfreulicherweise schaffen wir es wenigstens noch, mit Oliver und Clueso „in Familie“ zu frühstücken, dann aber auch direkt im Tiefflug nach Köln. Ab 12.00 Uhr steht uns der Stackman mit seinem Studio zur Verfügung, wo wir unseren Arsch huh-Beitrag aufnehmen können, ehe wir uns wieder in alle Winde zerstreuen. Gegen 19:00 Uhr steht fest, dass ich wohl vor 23:00 Uhr kaum mit dem Singen an der Reihe wäre, und wir verschieben das auf den Montagvormittag. Gott-sei-Dank, denn ich muss zugeben, dass mich die letzten Tage doch ziemlich geschlaucht haben. Gönne mir also einen gemütlichen Tatort-Sonntagabend und verabschiede mich danach dahin, wo am Montagmorgen wieder die Eichhörnchen übers Dach laufen.
Ordentlich ausgeschlafen dann um 10:30 Uhr ins Studio, wo für mich – wie nicht anders erwartet – ein perfektes Playback vorbereitet ist. Kein großer Akt den Text zu singen, denn an diesem Song habe ich von allen zur Verfügung stehenden fürs letzte Studioalbum am längsten rumgefeilt. Die allererste Version hatte ich auf dem Flug nach Lagos / Nigeria geschrieben und dann immer verbessert. Dass er nicht auf „Halv su wild“ erschienen ist hängt einfach nur mit thematischen Überlappungen zusammen. Bin jedenfalls hochzufrieden mit dem Ergebnis und natürlich auch, dass er jetzt wie Faust aufs Auge auf das Arsch huh-Jubiläumsalbum passt. Nach der Session noch schnell ins Büro, wo per Telefon das „Focus“-Gespräch zum am Freitag erscheinenden neuen Dylan-Album stattfindet (Kann man übrigens getrost schon mal vorbestellen!). Anschließend machen Didi und ich uns auf den Weg nach Duderstadt, wohin ich von Peter Maffay zu einem weiteren Symposium seiner Tabaluga-Stiftung eingeladen wurde. Die Einweihung des Tabaluga-Hauses schenke ich mir, weil ich denke, dass mir ein weiterer Abend, wo ich nicht offiziell zu sein habe, ganz gut tut.
Heute morgen probe ich dann sozusagen mit der „Leopardefellband“, genau genommen aber natürlich mit Peters Musikern die Songs ein, die heute Abend beim Abschlusskonzert in einer Kirche mit meiner Beteiligung gespielt werden: Noh Gulu / Nix andres em Kopp / Für immer jung und endlich auch mal Carls Amnesty International-Hymne mit dem Titel „Toast for freedom“, an dessen Übertragung ins Deutsche ich kläglich gescheitert bin. Kölsch wäre wohl kein Problem gewesen, aber hochdeutsch wirkt das einfach zu angestrengt. Tut mir extrem leid! Jedenfalls schön, die Jungs mal wieder zu treffen. Überhaupt eine Menge Leute, die einem nicht jeden Tag über den Weg laufen, von José Carreras über Stephan Krawczyk, Julia Neigel bis zu Rolf Zuckowski und natürlich Peter Maffay selbst, der mit Unterstützung des hiesigen Prothesenherstellers Prof. Hans Georg Näder (ottobock.) mal wieder was Großartiges auf die Beine gestellt hat. Nachmittags nehme ich auf dem Podium am Symposium teil, danach Soundcheck, Abendessen und Konzert. Meine Befürchtungen, dass die Akustik dieser Kirche nicht in den Griff zu kriegen ist erweisen sich als unbegründet, muss allerdings nach langer Zeit wieder auf In Ear Monitore zurückgreifen. Ausgesprochen familiäre und entspannte Atmosphäre, mit Freude und Spaß musiziert, ... et hätt noch immer joot jejange.