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Sonntag 15. Juli 2012, Tuttlingen/ Honberg Festival

Vormittags erstmal mit Didi, Anne und Oliver in die Stuttgarter Staatsgalerie, angelockt durch ein Plakat, auf dem eine Skulptur von Robin Page aus den Siebzigern abgebildet ist. Wie bereits in meiner Autobiografie erwähnt, war der Mann nicht ganz unschuldig an der Namensgebung meines Zweitgeborenen. Leider haben wir es versäumt, das Kleingedruckte zu lesen, denn es geht in dieser Ausstellung mehr um Druckgrafik und die Ermutigung für nicht finanzstarke Sammlernaturen als um epochale Unikate. Erfreulicherweise aber dann doch einige wenige Exemplare dieser Kategorie. Beispielsweise ein verstörender Cy Twombly, ein Kounellis, ein Motherwell, der wieder mal zeigt wo der Hammer hängt, aber vor allem das fünfte und letzte fotorealistisch gemalte Bild aus dem Patti-Smith-Zyklus des Schweizer Malers Franz Gertsch. Seltsames Gefühl, ihr hier nach nicht einmal einer Woche erneut zu begegnen. Kurz nach ihrem weltweiten Durchbruch Mitte der Siebziger veranstaltete eine Kölner Galerie eine Lesung, bei der sie Gertsch fotografierte. Aus diesen Fotos entstand dann dieser Zyklus.
In Tuttlingen angekommen widmen wir uns erneut unserem Arsch huh-Albumbeitrag. Wird richtig gut. In München müssen wir nur noch die Chöre festlegen, dann haben wir die Version, die wir nach der Loreley beim Stackman aufnehmen wollen. Der Gig verläuft optimal, reichlich magische Momente, viele alte Bekannte im Publikum, aber auch heute schaffe ich es nicht wirklich, mich in der Gulu-Ansage kurz zu fassen. Zu viel will da aus mir raus. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Eva, die ihren Job am Rebound-Stand perfekt macht, im Urlaub ist und die örtlichen Ersatzkräfte nicht von Null auf Hundert mit unserem Projekt vertraut machen kann und sie somit auch nicht wirklich einen Plan von der momentanen Situation im Ostkongo haben können.