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Schwäbisch Gmünd - Münsterplatz

Vormittags noch eine Runde durch die Konstanzer Altstadt, einige Besorgungen stehen an. Alle paar Meter grüßen mich nette Leute, die mir versichern, wie toll es gestern Abend doch war. Ein Postbote weiß, wo ich die Nieten für meinen Gitarrengurt kriege, wo ein Schreibwarengeschäft ist und einer, der noch mal auf seinem Fahrrad zurückkommt, nachdem er mich gesehen hat, erzählt mir, wieso Konstanz im Zweiten Weltkrieg nicht bomardiert wurde: Die Briten hatten die Schweizer Regierung gebeten, in ihren grenznahen Städten Nachts die Beleuchtung anzulassen, und da das deutsche Konstanz nahtlos in schweizerischen Kreuzlingen übergeht, war man hier so clever, ebenfalls auf die ansonsten obligatorische Verdunkelung zu verzichten.

Später in Schwäbisch Gmünd ist es dann meine erste Aufgabe, ein neues „Anita“-Schild für „Müsli Män“ zu beschriften. Das Original, seit Anfang der Sonx-Tour im Einsatz, hatte man blöderweise im Lager stehen und vier shows ohne „Anita“ gehen irgendwie nicht.

Auch heute wieder alles sehr familiär, Eva’s und Rainer’s „Cafe Spielplatz“ ist unsere Garderobe, die wir genaugenommen nur mal kurz für unseren Auftritt verlassen müssen. Heute ist uns auch der Wettergott wieder hold, auch wenn ich während des Soundchecks kurzfristig die Befürchtung hatte, der Wind würde die Bühne wegblasen.

Abend dann allerdings alles bestens. Perfekter Gig und natürlich in die Falle getappt: Kaum hängen die Bühnenklamotten im Spind, stehen wir auch schon an der Theke.

Fast vergessen: Joo Kraus traf noch kurz vor der Show ein, leider zu spät, um mit ihm endlich mal den Originalanfang von „Diss Naach“ einzuproben. Eine Autopanne war ihm dazwischengekommen, somit greifen wir auf „Hungry Heart“ zurück, was ja letztens in Ulm so wunderbar funktioniert hatte.