Niedeckens BAP - Startseite

Berlin - Zitadelle

Nicht schlecht, diese „neue“ Berliner Spielstätte. Das einzig suboptimale ist der strikte curfew um 22:30, was wir zu spät erfahren haben, sonst hätten wir den Konzertbeginn halt auf 19 Uhr gelegt.
Für 17 Uhr ist ein ausführlicher Soundcheck inclusive Proben mit unseren Gastmusikern anberaumt. Uwe von unseren Silly-Kollegen trifft als erster mit seiner weißen Elektro-Geige ein, er wird heute Anne vertreten, die einen Auftritt mit Rosenstolz hat. Als nächster kommt Prof. Dr. Peter Eigen (siehe 13. Januar), seines Zeichens Gründer der Organisation Transparency International“, die weltweit (besonders natürlich in Afrika) korrupte Strukturen aufdeckt und bekämpft. Er hat sein Saxophon mitgebracht und wir frischen unsere Version von „Wie schön dat wöhr“, die wir ja in Accra schon präsentiert hatten, sicherheitshalber noch mal auf.

Kurz vor der Show trifft Bundespräsident Köhler mit Frau und Tochter pünktlich zur Huldigung ein und schon geht’s leicht unpünktlich (schließlich sollte man die Huldigung bei einem solchen Gast nicht übers Knie brechen!) auf die Bühne. Offensichtlich hat der zusätzliche Promotag vorige Woche was genutzt, auch diesmal sind ordentlich Leute erschienen.
Das Wetter hält und wir legen eine perfekte Show hin, an deren Ende wir „Noh Gulu“ setzen. Ob des zu diesem Zeitpunkt schon überschrittenen curfews muss ich meine „Night –Commuters“ – Geschichte leicht straffen, was aber der Sache insgesamt keinen Abbruch tut. Die Version, die wir dann spielen, wird wohl die sein, die in Bälde im Internet zum Runterladen stehen wird.

Eigentlich hätte ich das ganze Konzert gerne auf Band, nicht zuletzt auch wegen unseren beiden Gästen, die Phantastisches abgeliefert haben, der geigende Silly-Gitarrist ebenso wir der ehrenwerte Harvard-Dozent.