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Beverungen - Stadthalle

Hier waren wir zuletzt vor 22 Jahren, im Verlauf der „Salzjebäck un Bier“-Tour. Inzwischen ist diese Halle abgebrannt und neu aufgebaut worden. Die mangelhafte Wartung eines Weihnachtsbaumes soll die Brandursache gewesen sein.

Bei phantastischem Wetter geht es durch den Harz bis an die Weser, wo sich einige Kilometer flussabwärts der FC heute eine 6:0 Packung abholt. Kann das schöne Wetter aber nicht so richtig genießen. Nach zehn Minuten und etlichen Tempotaschentüchern gebe ich es auf, an der Weser sitzend Graham Greenes katholisch wohl am stärksten durchdrungenen Roman „Das Herz aller Dinge“ zu Ende zu lesen. Der Pollenflug treibt mich zurück in meine Kellergarderobe.

Da wir für die verschiedenen Sommer- und Open Air Termine keine eigene P.A. und Lichtanlage mitnehmen – der Truck ist ausschließlich mit Instrumenten und Backline beladen –, müssen wir in Sachen P.A. und Licht mit dem zurecht kommen, was uns die örtlichen Veranstalter hinstellen.

So tritt denn auch heute prompt ein Problem auf, das uns zwingt den Soundcheck kürzer als geplant zu gestalten. Dennoch ist er lang genug, um wieder Bowies „Heroes“ für das Programm zu aktivieren. Wir ziehen es heute als allerletzte Zugabe aus dem Köcher. Die Umstellungen fangen insgesamt an, Sinn zu machen.

Es wird ein schönes Konzert. Alles wird ausgesprochen liebevoll von einer Initiative namens „Kulturgemeinschaft Beverungen und Umgebung“ organisiert. Auch die netten Wirtsleute vom Hotel Forsthof gehen erstaunlich flexibel mit dem Durst des fahrenden Volkes um: Die letzten sollen erst nach 5 Uhr ihre Segel eingeholt haben. Kein Problem, spielen wir doch erst in einer Woche „enn dä nähxte Stadt“.