Qualität seit 1976 - Die BAP-Geschichte
1976
Erste Sessions in oft wechselnden Besetzungen. Wolfgang Niedecken schreibt den ersten kölschen BAP-Song „Helfe kann dir keiner“.
1977
Erster Auftritt in Dreierbesetzung (Hans Heres – Gitarre, Afro Bauermann – Percussion, Wolfgang Niedecken – Gesang, Gitarre) im Nippeser Mariensaal bei einer Protestveranstaltung gegen den Bau der geplanten Stadtautobahn.
1978
BAP tingelt durch Jugendzentren und spielt vereinzelt auf Veranstaltungen diverser Bürgerbewegungen. Vor allem aber häufen sich Wolfgang Niedeckens Soloauftritte, wodurch sein Name bekannter wird als der der Band.
1979
Das Angebot, ein Album aufzunehmen, nimmt Wolfgang Niedecken an, allerdings unter der Bedingung, es mit BAP aufzunehmen. Man einigt sich auf einen Kompromiss, das erste Album wird „Wolfgang Niedecken’s BAP rockt andere kölsche Leeder“ heißen.
1980
Erster regionaler Radiohit mit „Wahnsinn“. Durch den Überraschungserfolg des Debutalbums und die damit zunehmende Zahl der Auftritte muss die Hälfte der Band schweren Herzens aussteigen, schließlich war BAP nie als Profiband geplant gewesen. Klaus „Major“ Heuser wird der neue Gitarrist. Zu den Aufnahmen des zweiten Albums „Affjetaut“ geht es ins „Sunrise-Studio“ nach Kirchberg in die Schweiz.
1981
Da die kleine Plattenfirma „Eigelstein“ der wachsenden Nachfrage nicht mehr gewachsen ist, sieht sich die Band gezwungen, zu einer Major-Company zu wechseln. Im Auftrag der EMI wird die erste zusammenhängende Deutschlandtour organisiert. Das inzwischen dritte Album „für usszeschnigge“ enthält den ersten überregionalen Hit „Verdamp lang her“. Der erste TV-Auftritt: WDR „Bananas“ mit „Ne schöne Jrooß“ noch vom „Affjetaut“-Album.
1982
Das vierte Album „Vun drinne noh druss“ erlebt seinen Stapellauf per Eurovision. Die „Rockpalast“-Live-Übertragung von der Loreley bewirkt den endgültigen Durchbruch. BAP spielt zweimal im Köln-Müngersdorfer Stadion vor den Rolling Stones und auf den Rheinwiesen in Bonn-Beuel mit Joseph Beuys vor 300.000 Menschen gegen die Nachrüstung. „Vun drinne noh drusse“ verdrängt „für usszeschnigge“ von Platz eins der Charts. Die Zeit der endlosen Touren beginnt.
1983
Die ersten Auftritte im benachbarten Ausland: Holland, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich. Das erste Live-Album: „Bess demnähx“ Das BAP-Buch „BAP övver BAP“ erscheint im Lamuv Verlag.
1984
Im Januar platzt am Vorabend des ersten Konzertes im Berliner Palast der Republik eine über 14 Stationen geplante und längst ausverkaufte DDR-Tour. Die DDR-Kulturbehörden hatten BAP verboten, das eigens für diese Tour geschriebene Lied „Deshalv spilll’ mer he“ aufzuführen. Bis Februar `85 die längste aller bisherigen Touren zum Album „Zwesche Salzjebäck un Bier“ BAP spielt als Co-Headliner mit den Kinks in der Frankfurter Festhalle. Wolfgang Niedecken schreibt den Text zur Äthiopien-Benefiz-Single der „Band für Afrika“: „Nackt im Wind“.
1986
Das in München von Starproduzenten Mack aufgenommen Album „Ahl Männer, aalglatt“ erscheint. Umbesetzungen und wieder eine lange Tournee. Die Sommerhit-Persiflage „Time is cash“ wird zum Sommerhit. Mit Herbert Grönemeyer, den Toten Hosen uvm veranstaltet BAP ein Konzert gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackers-dorf. Über 100.000 Menschen kommen, es ist das Tschernobyl-Jahr.
1987
Wolfgang Niedeckens Soloalbum mit seiner Zweitband „Complizen“ enthält den Hit „Maat et joot“. Diverse Sommerfestivals mit David Bowie und auf Einladung von Ernesto Cardenal geht es sogar auf Nicaragua-Tour. Direkt danach mit BAP auf China-Tour: Neun Konzerte in Peking, Shanghai und Kanton vor jeweils 18.000 Menschen.
1988
Wolfgang Niedecken spielt mit den Complizen im bürgerkriegsgeplagten Mosambik um die hiesigen Medien zu veranlassen, über diese verdrängte Katastrophe zu berichten. Aufnahme des „Da Capo“-Albums in Brüssel.
1989
Noch vor dem Fall der Mauer spielt BAP im Mai in der UdSSR sechs Konzerte. Und zwar in Moskau und Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad. Sommerfestivals in der Schweiz und in Deutschland mit Joe Cocker und BAP als Co-Headliner.
1990
Die Aufnahmen des „X für ´e U“-Albums finden wieder in Brüssel statt, die dazugehörige Tournee inklusive Sommerfestival mit Bob Geldof und Dave Stewart erst ab Januar des folgenden Jahres. Bei Kiepenheuer & Witsch erscheint Wolfgang Niedeckens Buch „Auskunft“.
1991
Das zweite BAP-Live-Album „affrocke“ erscheint.
1992
9. November "Arsch huh" - Konzert gegen Ausländer-feindlichkeit und Rassismus auf dem Kölner Chlodwigplatz vor über 100.000 Menschen. Danach in Frankfurt "Heute die, morgen Du" und in Leipzig "Gewalt ätzt" vor ähnlich großer Kulisse.
1993
Aufnahmen zu „Pik Sibbe“ in Peter Maffays Studio am Starnberger See.
1994
„Pik Sibbe“-Tour und die Aufnahmen zu Wolfgang Niedeckens zweitem Soloalbum mit der Leopardefellband, u.a. Videodreh zu „Hungry Heart“ mir Bruce Springsteen bei einem gemeinsamen Konzert in Berlin. Das erste BAP-Greatest Hits-Album erscheint, die nächste größere Umbesetzung und ab Dezember Arbeit am BAP-Studioalbum „Amerika“ in Conny Planks legendärem Studio im Bergischen Land bei Köln.
1996
„Amerika“ erscheint, zur Promotion spielt BAP zu-nächst eine bundesweite Tour auf einem Sonderzug in deutschen Hauptbahnhöfen, danach bis Februar 97 die reguläre Tour in den üblichen Hallen.
1998
Proben zum Album „Comics & Pin Ups“ auf der Mittelmeerinsel Elba, danach dann die Aufnahmen in Waimes/ Belgien. Klaus Heuser verkündet, dass er die Band nach der dazugehörigen Tour verlassen wird.
1999
In Pompignon / Südfrankreich beginnen im Mai mit runderneuerter Besetzung die Aufnahmen zum „Tonfilm“-Album. Danach allerdings noch in der vorigen Besetzung diverse Sommerfestivals und im Herbst / Winter dann die „Tonfilm“-Tour in neuer Besetzung.
2000
Wim Wenders beginnt im Januar in der Essener Lichtburg mit den Aufnahmen zum BAP-Film „Viel passiert“.
2001
Ab Januar in der Villa Ca’n Franch auf Mallorca Aufnahmen zum „Aff un zo“-Album. Live-Präsentation per „Rockpalast“-Konzert an der Toten Brücke bei Euskirchen. Ausführliche Tournee.
2002
Im März kommt Wim Wenders BAP-Film „Viel passiert“ in die Kinos, bis September ist die Band zum dritten Live-Album „Övverall“ wieder auf Festival-Tournee.
2003
Im September bezieht BAP zu den Aufnahmen des neuen Albums „Sonx“ das Kölner Studio 301.
2004
Anfang des Jahres nimmt Wolfgang Niedecken mit der WDR-Big Band das Album „NiedeckenKöln“ auf. Es enthält ausschließlich Stücke über seine Heimatstadt. Ab Ende März BAP-„Sonx“-Tour. Im August reist Wolfgang Niedecken als Botschafter der Aktion „Gemeinsam für Afrika“ nach Uganda. Im Herbst erscheint sein Buch „Immer weiter“, dazu ausführliche Lese- und Singreise. Im Dezember fliegt er als Gast des Bundespräsidenten mit zu Staatsbesuchen nach Sierra Leone und Benin. Vorher liest er noch für Hoffmann+Campe die Hörbuchfassung des ersten Teils der Bob Dylan-Autobiographie „Chronicles“.
2005
Konzertreise Wolfgang Niedecken und die WDR-Big Band. Diverse Sommer-Open Airs mit BAP und vor allem Studioarbeit am „Dreimal zehn Jahre“-Doppelalbum in den altehrwürdigen Kölner Maarweg Studios. Im Oktober geht Wolfgang Niedecken mit dem Programm „Wolfgang Niedecken singt und liest Bob Dylan“ auf Tour durch die deutschen Theater- und Konzerthäuser. Im November erscheint „Dreimal zehn Jahre“ und erhält bereits nach wenigen Wochen Gold.
2006
Am 14. und 15.Januar startet die auf achtzehn Monate angelegte „Greatest Hits“-Tour in der KölnArena vor insgesamt 24.000 Zuschauern.
2007
Mit zwei ausverkauften Konzerten im Schatten des Doms endet die Jubiläumstour, die über 300.000 Zuschauer erlebt haben. Auf Einladung des Bundespräsidenten nimmt Wolfgang Niedecken im Frühjahr an der Konferenz „Partnership with Africa“ in Acrra / Ghana teil. Im Mai und im August reist er im Tross Horst Köhlers erneut nach Uganda und Ruanda. In Zusammenarbeit mit World Vision und Jack Wolfskin entsteht „Rebound“, ein Projekt zur Re-Integration von ehemaligen Kindersoldaten.
2008
„Radio Pandora“ erscheint am 16.Mai und nimmt erneut den Spitzenplatz in den deutschen Verkaufscharts ein. Es ist das zehnte Nr. 1-Album der Band. Eine weitere „Partnership with Africa“- Konferenz, diesmal in Nigeria.
2009
Noch während der „Radio Pandora“-Tour erscheint das dreifach-Live-Album „Live und in Farbe“. Die Tournee endet im September auf dem Schupfart-Festival in der Schweiz.
