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16.04.2018
KLARSTELLUNG IN SACHEN ECHO: Bin ich wirklich verpflichtet, mich im Repertoire der ECHO-Nominierten auszukennen? Wenn ja, dann bekenne ich mich schuldig. Denn so ziemlich alles, was da nominiert wurde, hat mich dermaßen wenig interessiert, dass ich noch nicht mal mit abgestimmt habe, obwohl ich dazu aufgefordert wurde. Nach dem Eklat um „Freiwild“ (2016) hatte ich bereits die Nase voll und beschlossen mich nicht mehr mit dem ECHO zu befassen und erst recht nicht zur Verleihung anzureisen. Aber im Jahr danach rief Udo L. an und wünschte sich, dass ich an seinem Quintett „Einer muss den Job ja machen“ teilnehmen sollte. Udo`s Wunsch war mir ein Befehl. Und dieses Jahr dann die Situation, dass ich für Paul Mc Cartney einspringen sollte, um die Laudatio für meinen langjährigen Freund Klaus Voormann zu halten. Das habe ich aus alter Verbundenheit natürlich sehr gerne gemacht und es waren auch zwei schöne Tage mit ihm und seiner Familie in Berlin, bis uns dann auf dem nie enden wollenden, goldenen Teppich so ziemlich sämtliche Journalisten einzeln nach unserer Meinung zu einem bestimmten Text eines deutschen Gangster-Rap-Duo befragten, von dessen Existenz wir bis zu diesem Zeitpunkt (mangels Interesse) noch nie etwas gehört hatten. Da ich nur Statements zu Themen abgebe, wo ich auch die Fakten kenne, blieb mir nichts anderes übrig als die Journalisten um Aufklärung zu bitten, was aber auch nicht sonderlich erhellend war. Erst Campinos Rede brachte etwas Licht ins Dunkel, aber Textzeilen wurden auch hier verständlicherweise nicht zitiert. Beim vorletzten Show-Act wurden wir dann mit der menschenverachtenden Brutalität der beiden Schein-Musikanten konfrontiert, allerdings ohne irgendetwas von deren Gebrabbel zu verstehen. Textverständlichkeit: Fehlanzeige. Und dann standen auch schon unsere beiden Gitarren auf der Bühne und ich musste blitzartig entscheiden, wie ich mich adäquat verhalten sollte. Mangels nachprüfbaren Fakten (s.o.) habe ich darauf verzichtet ein politisches Statement abzugeben und mich stattdessen, sozusagen „blanko“, zu Campino bekannt. Meine Laudatio, (die auf unserer Homepage einsehbar ist) habe ich vor einem schockgefrorenen Publikum gehalten und mich anschließend selbst darüber gewundert, dass Klaus und ich die Chose dann doch noch irgendwie hingekriegt haben. Gottseidank war diese entsetzliche Veranstaltung danach vorbei. Am nächsten Tag habe ich mich dann mit der „Lyrik“ der beiden Poser befasst und final begriffen, was Campino in seiner Rede gesagt hat. Das Dilemma bleibt aber unbehandelt, denn es ist nur in einem völlig scheinheiligen Umfeld möglich, dass skrupellose Menschen nach der Devise „Any Promotion Is Good Promotion“ überhaupt in die Lage versetzt werden eine ECHO-Verleihung zu kapern und alle am Nasenring vorzuführen. Klaus und mich haben die Veranstalter ganz einfach ins Messer laufen lassen. Klaus Voormann hat soeben über die Deutsche Presse-Agentur bekannt gegeben, dass er den ECHO für sein Lebenswerk zurückgibt. Sein Statement findet ihr auch auf unserer Homepage. #BAP #KlausVoormann #ECHO #DietotenHosen #Phonoakademie #vox #echoethikbeirat www.voormann.com

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