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Zürich - Berlin

Mittwoch, 7.Mai bis Freitag, 9. Mai

Nach etlichen Interviews zum neuen Album, die ich in den vergangenen Wochen zum Teil per Telefon erledigen konnte, geht am Mittwoch mit dem Flug nach Zürich definitiv die heiße Promophase los. Zum „Dreimal zehn Jahre Album“ hatte die EMI hier überhaupt nichts gemacht, umso schöner, jetzt nach vier Jahren noch mal einen Medienrundgang in der Schweiz zu absolvieren. Wer weiß, vielleicht kriegen wir ja noch mal richtig einen Fuß durch die Tür?! Das Album kommt in Fachkreisen jedenfalls absolut positiv an, man ist voll des Lobes und auch die Single läuft in einigen Radiostationen.
Aber da sollte man sich nicht allzu viel Hoffnung machen, denn in der Schweiz ist die Radiolandschaft mindestens so Format-verkackt wie bei uns. Etwas Anlass dazu gibt allerdings ein neuer Radiosender in Zürich, der sich vom Format wegbewegen will, „Radio 1“.

Abends ein einstündiger Livetalk im Restaurant Eckstein in Aargau auf „Radio Argovia“, mit anschließendem Abendessen. Geschlafen wird endlich wieder im „Hotel Rössli“, sogar mein Dachappartment hat man mir gebucht. Donnerstag Vormittag weitere Interviews in den Räumen der Plattenfirma, danach bringt mich Dano zum Flughafen, von wo ich um 15.30 nach Berlin weiterfliege.
Meine Abholerin bringt mich in’s Hotel zum Einchecken, danach direkt nach Potsdam zum RBB, wo für heute ein kurzes einstündiges Gespräch anberaumt ist.

Der Löwenanteil findet dann heute statt, beginnend mit einem leider viel zu kurzen TAZ-Interview noch im Hotel, unmittelbar nach dem Frühstück. Schade, mit dem Mann hätte ich gerne länger geredet.
Gegen 17 Uhr dann in einer Halle des alten Ufa-Geländes Aufzeichnung einer Talkrunde zum Thema „Afrika“ (ZDF-Nachtstudio), bei der ich hocherfreut bin, Rupert Neudeck und den ehemaligen Afrika-Korrespondenten der Zeit, Bartholomäus Grill, zu treffen. Beide sind an Kompetenz zu diesem Thema kaum zu übertreffen. Vor allem Bartholomäus Grills Buch „Ach Afrika“ habe ich seit seinem Erscheinen wieder allen Interessierten wortreich an’s Herz gelegt, bzw. geschenkt. Kein anderes Buch kann einem dermaßen entwaffnend erklären, warum man – einmal angefixt – nicht mehr von diesem Kontinent loskommt. Dabei ist es absolut nicht schwärmerisch, sondern eher seufzend realistisch, wie sein Titel es bereits ausdrückt. Rückflug gemeinsam mit Rupert Neudeck. Didi holt mich in Wahn ab.