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Tuttlingen - Honberg Sommer

Vom Fahrer des Shuttles, mit dem wir gestern zum Hotel zurückgefahren wurden, erfuhr ich, dass Bo Diddley, der heute auf dem ZMF spielen wird, bereits eingetroffen sei. Und als ich den Frühstücksraum betrete, sitzt der Kerl tatsächlich da und tut das, was jeder Sterbliche irgendwann im Laufe des Vormittags tun sollte: Er frühstückt. Respektvolle Distanz ist angesagt, schließlich will man diesem altehrwürdigen Rock’n’Roll-Urvater nicht den Tag vermasseln. Man ist sich jedenfalls einig, dass der Frühstücksraum des hiesigen Dorint-Hotels ab heute über geheiligten Boden verfügt.

Leicht verspätete Abfahrt nach Tuttlingen, weil uns Alex Heisler - seines Zeichens Oberenthusiast und Chef-Überzeugungstäter der ZMF-Organisationsmannschaft - nicht ohne straßenmusikalisches Ständchen ziehen lässt. Dennoch schafft es Didi, mich halbwegs pünktlich zur anstehenden Signierstunde abzuliefern. Auch hier wieder jede Menge bekannte Gesichter, anschließend zwei Interviews und Soundcheck im Festivalzelt auf der Honberg-Ruine.

Selbstredend ist auch heute mein alter Freund, der „Schüttler“, wieder am Start, also noch ein Interview für seinen kleinen Sender, incl. privatem Abgleich bezüglich des Geschehens seit unserem letzten Zusammentreffen im Rahmen der „Immer weiter“-Lesereise.

Ein wunderbar lockeres Konzert, bei dem wir endlich mal dazu kommen, eine Version von „Ich wünsch mir do wöhrs he“ mit der Anne einzuflechten. Erfreulicherweise ist es heute nicht ganz so heiß wie gestern, jedenfalls nachdem der Lichtmann die Scheinwerfer um mehr als fünfzig Prozent runtergefahren hat. Sonst hätten wir diese Show vermutlich nicht überlebt.