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Sonntag, 31. Juli 2011, Kaltenberg-Festival

Obwohl ich erst kurz vor 3:00 eingeschlafen bin, geht es bereits um 10:00 Uhr wieder weiter. Das von Hubert von Goisern und seinen Freunden initiierte zweitägige Festival zwischen Augsburg, dem Ammersee und München findet in einer Art Ritter-Disneyland statt, und zwar in einer Arena, in der den Sommer über an den Wochenenden Ritter-Festspiele mit Reiterkämpfen, Fechten und Bogenschiessen zelebriert werden. Am heutigen Nachmittag wird zuerst Claudia Koreck mit ihrer Band auf die Bühne gehen, dann H. v. Goisern und Band, bei denen Klaus Doldinger als Special-Guest auftritt und am Schluss dann wir. Zuvor ist allerdings noch zu organisieren, wie dann wohl heute die finale Session verlaufen soll. Schwierig deshalb, weil zu keinem Zeitpunkt sämtliche Teilnehmer für eine Probe zur Verfügung stehen.

Das war vor zwei Jahren in Linz eindeutig besser organisiert, wo auf dem Schiff hinter der Bühne ein voll ausgestatteter Proberaum zur Verfügung stand und auch der Zeitplan nicht so eng war. Kriegen es dann irgendwie doch noch holterdipoltermäßig hin und sind schließlich nach dem letzten Akkord des Tages regelrecht verblüfft wie gut dann doch noch alles geklappt hat. Ungeprobt spielt Klaus Doldinger bei uns bei „Amerika“ und „Arsch huh“ mit, Hubert und die Ganes-Mädels singen ihre Parts von „Rita“ und „Songs sinn Dräume“ und das gemischte Finale besteht dann schließlich aus „Redemption Song“, „Für immer jung“, der Goisern-Nummer „I bin an“ und „Schluss, Aus, Okay“. Alle Beteiligten sind auf der Bühne, schwer den Überblick zu behalten.
Die Lehre, die allerdings leider aus diesem Wochenende zu ziehen ist, ist die, dass die Mehrheit des erwachsenen Publikums offensichtlich lieber das volle Programm seiner Band erleben will, als Co-Operationen dieser Art. Festival-Wochenende, zu denen man mit Zelt oder Campingbus anreist sind wohl dann doch eher was für Leute, die halb so alt sind wie wir. Alleine macht Hubert diese Arena locker voll und diesmal, trotz aller guten Ideen, eben nur halb. Schade, denn den nicht angereisten Interessenten ist definitiv was entgangen, eine derartige Konstellation kriegt man nicht alle Tage geboten. Gut, dass das gesamte Festival vom BR aufgezeichnet wurde und demnächst im TV ausgestrahlt wird.