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Sonntag, 2.Oktober 2011 – Köln und Montag, 3.Oktober 2011 – Bonn/Münsterplatz

Am frühen Sonntag-Nachmittag sind wir in Köln, wo alles im Zeichen des Köln-Marathons steht. Bin mit Robin an der KHM verabredet, wo er unseren „Rebound im Kongo“-Film schneidet. Aus Unmengen Material gilt es ungefähr eine Viertelstunde auszuwählen, die den Stand vor Ort plausibel erklärt. Er ist inzwischen so weit, dass alles oragnisch zusammen passt, auch das Musik-Problem hat er gelöst, in dem er den Film mit der Einweihung des Rebound-Centers anfängt und dabei die Bilder zum „Redemption Song“-Version vom BAPFEST so schneidet, dass es Sinn macht. Durch diese Umstellung verflüchtigt sich auch der leicht peinliche Verdacht, wir würden uns mit Marleys’s Song am Schluss des Films als die rettende Kavallerie aufspielen wollen. Die Untertitel sitzen noch nicht genau und eine Szene erklärt sich noch nicht richtig. Wenn der Schnitt übermorgen feststeht, können wir uns die Off-Texte ausdenken und aufnehmen. Montag, am Tag der deutschen Einheit, wird erst mal ausgeschlafen. Da man nicht wirklich weiß, wie lange man bis zum Backstage-Bereich auf dem Münsterplatz braucht, haben wir das Shuttle-Fahrzeug schon für drei Uhr bestellt. Bonn ist rappelvoll, eine Art Parade zeiht durch die Stadt, in welcher sich anscheinend sämtliche Bundesländer vorstellen. Wunderbares Wetter, hat was von Karneval im Sommer, aber das gibt’s ja bekanntlich lediglich in Rio und in Düsseldorf. Bei unserer Ankunft spielen gerade „The Sweet“ auf der Münsterplatz-Bühne. Wusste gar nicht, dass es die noch gibt, aber was soll’s?! Die Kollegen haben Spaß, eine Kreuzung aus Muppet Show und Spinal Tap, die es richtig krachen lasst. Unser erster Versuch, zum „Zelt der Bundesregierung“ auf der Hofgarten-Wiese durchzukommen scheitert kläglich,. Sobald ich durch eine stehende Menschenansammlung will, geht die Handy-Fotografiererei los und ich komme nicht weiter, ohne unfreundlich zu wirken. Der zweite Versuch, eine halbe Stunde später ist dann erfolgreicher, was das mit dem Interviewe vor Laufpublikum allerdings sollte, hat sich mir nicht richtig erschlossen. Danach Soundcheck und anschließende Probe mit einem Teil des tausendköpfigen Chors, für den Mike eine BigBand-Version der „Ode an die Freude“ arrangiert hat. Irgendwann ist es dann acht Uhr, kurz vorher eine Art improvisierter Huldigung (Jens Neufang beschwert, aber der befindet sich halt tief im Truck) und dann auf die Bühne. Der Münsterplatz platzt aus allen Nähten und wie es aussieht, haben die Bonner begriffen, dass wir heute kein BAP Greatest-Hits-Programm vorhaben. Die Leute sind hochgradig aufmerksam, die Mühe, die „Deutschlandlieder“ für diesen besonderen Tag zu arrangieren und einzuproben hat sich eindeutig gelohnt. Eigentlich müsste man exakt dieses Konzert als Live-Album veröffentlichen. Ungeschnitten!! Die rauschende Ballnacht entfällt vernünftigerweise, schließlich geht es für mich morgen unmittelbar mit „Für ’ne Moment“-Lesungen weiter.