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Sonntag, 21.08.2011 – Arnsberg / Jagdschloss Herdringen

Zum Abschluss des dreitägigen Festivals „Zauberhafte Abende“ erneut ca. 500 Kilometer quer durchs Land. Ein liebevoller zusammengestelltes Line-Up mit deutschsprachigen Acts hätte man sich kaum vorstellen können. Von Pohlmann bis Clueso, von „Die Happy“ (.. okay, Martha singt englisch!) bis „Wir sind Helden“, hat der Betreiber des Osnabrücker Rosenhofs ordentlich was an dem Start gebracht und den Schlosspark dieses Anwesens habe ich ja wohl vor fünf, sechs Jahren bereits ausführlich gelobt. Damals hatte Julian Dawson den Abend eröffnet und Anne einen ihrer ersten Gigs mit uns gespielt. In Verlauf eines dann doch zu kurzen Soundchecks wärmen wir noch ein paar, bisher auf dieser Sommerreise noch nicht gespielte Songs auf, die für die Aufnahmen im Schloss Merode am Donnerstag eventuell mehr Sinn machen, als ein paar bisher gesetzte.

Das Jagdschloss selbst ist unser Backstagebereich, der Begriff „Garderoben“ muss wieder mal neu definiert werden, es handelt sich eher um Ballsääle, jeder mit mindestens drei Monster-Kronleuchtern und edelsten Wandteppichen. In meinem Flügel, der in einem Erker auch Didi’s Hauptquartier beheimatet, entdecke ich auf einem dieser handgeknüpften Kostbarkeiten in der rechten unteren Ecke ein balzendes Leopardenpäärchen (unter dem Stichwort „Leopardenschweinkram“ auf BAP’s Facebook-Seite zu sehen!!) und fange an zu überlegen, ob dieser Ausschnitt nicht ggf. mal auf einem Plakat Sinn machen könnte. Vor allem, weil der Künstler mit Sicherheit niemals auch nur im entferntesten einen lebendige Leoparden gesehen haben kann und die Viecher deshalb wohl dementsprechend vermenschlicht hat.

Roman Weidenfäller, der Torwart vom BVB, ist vor Ort, weil er im Rahmen einer Aktion „Der rote Keil“ gegen sexuellen Missbrauch hier vor ein paar Tagen eine Pressekonferenz hatte. Er sieht sich die Show komplett an und kommt danach noch für ein halbes Stündchens auf ein paar Fachgespräche in unsere Ballsääle. Hatte ihm noch gerade rechtzeitig „Woröm dunn ich mir dat eigentlich ahn?“ widmen können und dann brach das Gewitter, das sich im Verlauf der Dämmerung unbemerkt herangeschlichen hatte, mit bemerkenswerter Heftigkeit über uns herein, sodass wir drei Songs früher aufhören mussten als geplant. Unsere Crew schafft es ein weiteres Mal unsere Instrumente und die Backline ordnungsgemäß in Sicherheit zu bringen und zumindest für Locke gibt es danach noch in Sachen „Mein Torwart“ so was wie die Honigkuchenpferd-Überraschung des Jahres. Keine Ahnung, ob Anne davon auch ein Foto gepostet hat.