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Sonntag, 18.September 2011 bis Mittwoch, 21.September 2011 – Köln

In Gedanken eigentlich immer noch im Ostkongo finde ich mich wie fast jedes Jahr am 18.September inmitten von optimal gelaunten Menschen auf Tinas Geburtstagsparty wieder. 2010 war ich erst am Morgen danach zuhause eingelaufen – auch da kam ich aus dem Ostkongo zurück – und fand das ganze Haus blau-weiss dekoriert vor, weil Frau N. halt aus Niederbayern stammt. Inzwischen ist ihr Geburtstag zum Anlass für ein Kostümfest geworden, so ziemlich alle Gäste erscheinen im Dirndl bzw. in Lederhosen und Janker. Wäre ja auch noch schöner, wenn sich die Kölner eine Gelegenheit zum Karneval feiern entgehen ließen. Halte sogar relativ lange durch, obwohl mir die Reise noch deutlich in den Knochen steckt.

Montagvormittag Interview und Fotoshooting mit der Autozeitung, danach zwei Meetings im Büro bezüglich zukünftiger Unternehmungen. Eins davon mit Moni, die diese Woche mit dem Schnitt unseres „Stapellauf-Films“ für unsere Jubiläumsjahr-Box anfängt. Auf die gleiche DVD wird auch Robins Ostkongo-Film kommen, er schneidet bereits. Abends dann „Hart aber Fair“, praktisch dass diese Live-Sendung in Köln stattfindet, dafür irgendwohin zu düsen bleibt mir gottseidank erspart. Das Thema der Sendung ist natürlich am bevorstehenden Papstbesuch aufgehangen, hatte bei meiner Zusage angenommen, es ginge um den katholischen Glauben im Allgemeinen. Nun ja, denke es war eine kurzweilige Talk-Show, auch wenn ich der Fairness halber noch gerne ein, zwei Geschichten mehr untergebracht hätte. So ist natürlich der Hauptgrund für die massenhaften Kirchenaustritte der, dass die Leute Steuern sparen wollen und nicht der Zölibat, auch nicht der sexuelle Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen oder die Rolle der Frau, was Kirchenämter betrifft.

Dienstag zum letzten Dreh für „Vorfahren gesucht“ noch mal nach Nideggen, wo ich mir in einer Drehpause John Nivens urkomischen Roman „Gott bewahre“ kaufe. Ein Buch, zum Brüllen komisch, das ich jedem empfehlen kann, der über unseren Song „Verjess Babylon“ lachen kann. Passt übrigens auch ganz hervorragend zum Papstbesuch, macht ihn irgendwie sogar erträglicher.

Mittwoch fast ganztägig beim Mattes, um Fotos für’s 24-seitige „Jubiläumsjahr“-Booklet auszusuchen, überhaupt am Artwork zu feilen und auch noch einige Merch-Artikel für die Wintertour auf den Weg zu bringen.