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Promotour etc.

Sonntag, 1.März – Sonntag, 8.März

Nach einem Wochenende neben der Spur - weniger die zwei Stunden Zeitumstellung als der lange Flug und die Klimaumstellung waren der Grund dafür - am Sonntagabend zur Buchpräsentation des Romans „Die Villa“ von
Reinhold Neven Du Mont, dem ehemaligen Kiepenheuer & Witsch-Chef. Die Veranstaltung insgesamt, besonders die vorgelesenen Auszüge machen neugierig. Werde mir das Buch mit auf Tour nehmen (Schön, auch Dieter Wellershoff und seine Frau getroffen zu haben! Nehmen uns zum tausendsten Mal vor, uns so bald wie möglich zum Abendessen bei uns zu verabreden).

Montags Bürokram, dienstags schreibe ich meinen Kommentar zum Thema Norduganda / Südsudan für den Kölner Stadt-Anzeiger mit dem besonderen Aspekt, dass diese Woche ja Al Bashir, der Präsident des Sudan, vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag angeklagt wird.

Mittwoch und Donnerstag kutschiert Holger Simone und mich ein weiteres Mal kreuz und quer durchs Land (Mainz, Mannheim, Heidelberg, Siegen), damit ich die letzten Interviews für unser am Freitag erscheinendes Live-Album und den darauf folgenden zweiten Tourteil absolvieren kann. Natürlich werde ich überall auch zu dem Thema „eingestürztes Kölner Stadtarchiv“ befragt, wozu ich allerdings wenig Erhellendes beitragen kann. Will ich auch gar nicht, habe ohnehin den Eindruck, dass sich zu diesem Thema in den nächsten Tagen und Wochen noch unerträglich viele inkompetente Schlaumeier zu Wort melden werden. Den Spekulationen sind jedenfalls – solange die Untersuchungen der Unglücksursache noch nicht abgeschlossen sind – Tür und Tor geöffnet und wenn die Ergebnisse dann vorliegen, wird vor allem der Boulevard längst schon die übernächste Sau durchs Dorf jagen.

Freitagabend spiele ich im Atrium der Bochumer Stadtwerke vier Songs auf einer Veranstaltung, bei der Prof. Dietrich Grönemeyer Joschka Fischer befragt. Gute Idee mich dazu einzuladen, denn seit unserem Konzert vor dem Brandenburger Tor („Go on Schröder / Fischer“) und dem Wahlabend danach hatten wir uns nicht mehr gesehen. Zu schade, dass sich dieses politische Urvieh aus der aktiven Politik zurückgezogen hat. Vor allem bei der Vorstellung, dass uns nach der kommenden Bundestagswahl – es sei denn, die große Koalition bleibt uns erhalten – wohl ein Außenminister Westerwelle bevorsteht. Naja, jedenfalls werde ich Schröder/Fischer auf Ewigkeit dafür dankbar sein, uns aus dem Irakkrieg rausgehalten zu haben (Da kann man auch mal das gleichzeitig zum „Atrium Talk“ stattfindende Spiel des FC Köln auf Schalke versäumen!).

Samstagmittag dann im Jack Wolfskin-Store im Outdoor-Kaufhaus „Globetrotter“ in der Kölner Innenstadt eine Autogrammdoppelstunde anlässlich der Veröffentlichung unseres Live-Albums, dessen Special (Jack Wolfskin)-Edition zwei Bonustracks, nämlich „Sinnflut“ und „Dead Flowers“ sowie ein sechzehnseitiges Booklet und die „Rebound“-DVD enthält. Diese ist allerdings dann auch nur bundesweit in Jack Wolfskin-Stores erhältlich.

Sonntagnachmittag raus nach Bocklemünd, Aufzeichnung für „... und basta!“. Klaus Tröscher, Anfang der Achtziger unser Pressebetreuer, jetzt Manager der à-capella-Truppe BASTA hatte angefragt, ob wir nicht mal was zusammen machen wollten. Aus Termingründen war es aber nie dazu gekommen, bis die Gelegenheit dann endlich mal günstig war. Die Jungs haben „Et es wie’t ess“ eingeprobt, und ich muss sagen, unsere gemeinsame Version hat was. Vermutlich ist es heute überhaupt zum ersten Mal jemandem aufgefallen (... ohne live den ganzen „Aff un zo“-Klamauk davor), dass es sich um ein Liebeslied handelt. Der Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest, irgendwann im Herbst.