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Paraa Safari Lodge, Uganda

Nach dem Frühstück runter zur Anlegestelle am Nil, von wo aus wir uns auf eine dreineinhalbstündige Bootsfahrt in Richtung Murchinson Falls machen. Waren wir gestern Abend alle noch hochentzückt über die Elefanten und Nilpferde auf der gegenüberliegenden Flussseite, so kommen wir heute vor lauter Wildtieren, die in maximal zehn Meter Entfernung, uns ignorierend, ihr Bad nehmen oder in der Sonne am Strand dösen, nicht mehr aus dem Staunen heraus. Mein persönlicher Favorit ist das ausgewachsene Krokodil, das stoisch am Hang einer Uferböschung auf seinem Gelege ausharrt, egal wie viele Riesenechsen feixend versuchen, es davon wegzulocken, um ihm seine Eier klauen zu können. An die Wasserfälle selbst kommen wir nicht besonders nahe ran, aber auch aus ca. dreihundert Meter Entfernung wirkt es noch ausgesprochen imposant, wie sich dieser Nil durch die Felsnische zwängt, um sich dann 80 Meter in die Tiefe zu stürzen.
Während wir auf dem Fluss waren, haben Peter und Joseph, unsere Fahrer, ihre Jeeps übergesetzt und wir können in die Paraa-Safari-Lodge einchecken. Nach Mittagessen und anschließender Siesta steht ein sogenannter „Game Ride“ auf dem Programm. Wir kurven unter sachkundiger Führung eines Rangers kreuz und quer über die Pisten des Nationalparks, bis die Nacht hereinbricht und wir in die Lodge zurück müssen. Mein Highlight hierbei ist die über vierzigköpfige Giraffenherde, die unseren Weg wie in Zeitlupe kreuzt und der wir nur allzu gerne Vorfahrt gewähren. Auch nicht schlecht das zahme Nilpferd, das von den Soldaten aufgezogen wurde, die diesen Flussübergang hier vor der I.R.A. beschützen. Es bewegt sich sorglos zwischen ihren Behausungen, suhlt sich in Pfützen und Tümpeln., grast auf dem Sportplatz und macht sich keinerlei Gedanken darüber, dass in Afrika jedes Jahr mehr Menschen von seinen Artgenossen getötet werden als durch sämtliche Großwildkatzen.