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Montag, 30.Mai bis Montag, 6.Juni 2011 - Köln / Berlin

Eine Woche, die hauptsächlich mit dem Erledigen von Liegengebliebenem draufgeht, leicht aufgelockert durch kleinere Aktionen – wie dem Einlesen einer Kurzgeschichte für eine Benefiz-CD im Maarweg-Studio, einem Talkauftritt in Stefan Raabs „TV Total“, zwei Geburtstagspartys und einer Kinderkommunion. Mir persönlich aber am wichtigsten, dass ich endlich mal dazu komme, mich dieser Flut von Geburtstagsgeschenken zu widmen, die seit über zwei Monaten mein Büro, mein Arbeitszimmer und mein Atelier blockiert. Mein schlechtes Gewissen, mich bisher bei kaum einem bedankt zu haben, quälte mich von Tag zu Tag mehr, zumal ich immer öfter – vor allem im Rahmen der drei Konzerte am vergangenen Wochenende – auf Leute traf, die mich fragten, wie ich denn dieses oder jenes Geschenk gefunden hätte. Asche auf mein Haupt, es war einfach nicht früher möglich, war einfach zuviel unterwegs. Mehr als einmal war ich regelrecht gerührt von dem, was sich Freunde, Verwandte und Fans alles so ausgedacht und umgesetzt haben. Da steckt ganz viel Liebe, Respekt und Verbundenheit drin, nur schade, dass ich einige Geschenke nicht mehr zuordnen kann, denn im Rahmen der Nacht- und Nebelaktion in den Morgenstunden des 31. März, als Holger und Volker alles, was sich auf dem Schiff angesammelt hatte, noch zu mir nach Hause gebracht hatten, ist wohl hier und da was durcheinandergeraten. Sonntagmittag fliege ich dann mit Tina nach Berlin, wo wir abends zu einem Essen im kleinen Kreis beim Ex-Bundespräsidenten eingeladen sind. Eine ausgesprochen angenehme Veranstaltung, freue mich, Eva und Horst Köhler dermaßen entspannt anzutreffen, denn das vergangene Jahr nach dem Rücktritt dürfte nicht leicht gewesen sein. Die erste offizielle Rückmeldung wird ein am kommenden Donnerstag erscheinendes ausführliches ZEIT-Interview sein, bin sehr gespannt, wie weit er da gegangen ist. Habe jedenfalls das Gefühl, dass wir in der Zukunft – vor allem in Sachen Afrika – wieder öfter miteinander zu tun haben werden. Den Montag verbringe ich im tropisch schwülen Berlin, erkunde alleine, denn Tina ist nach dem Frühstück zurück nach Köln geflogen, zu Fuß den Prenzlauer Berg, wo wir in einem Nichtkettenhotel in der Metzerstraße untergebracht sind. Abends treffen Didi und ich uns mit Mirco Keilberth und einem befreundeten Bundestagsabgeordneten, der vor kurzem als Mitglied einer Menschenrechtskommission im Ostkongo war, zum Abendessen. Bei dem, was wir mit „Rebound“ dort vorhaben, kann man wohl kaum Bundesgenossen genug mit im Boot haben. Frühe Nachtruhe, denn ab dem frühen Morgen stehen weitere Promo-Aktivitäten an.