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München, DVD-Award

Arabella Sheraton

Nachdem Holger vorgestern auf dem Flughafen von Malaga mein Auto inklusive Kühlflüssigkeitsproblematik übernommen hat, ging es für mich in bequemer Form nach München, wo ich mit BAP im Rahmen der „DVD Night 2006“ den Music Award erhielt.

Es war eine lustige Veranstaltung, vor allem weil ich bis zum Schluss keine Ahnung hatte (und genau genommen jetzt immer noch nicht), für welche Leistung wir / ich den Preis verliehen bekamen.

Peter Maffay hielt jedenfalls eine ungeheuer liebevolle und freundschaftliche Laudatio, bei der ihm allerdings fälschlicherweise der Begriff „Lifetime Achievement Award“ entschlüpfte. Ab da war mir vorübergehend klar, wieso mein komplettes Umfeld seit Wochen dieses Thema dermaßen beeiertanzt hatte.

Einen Preis für sein Lebenswerk bekommt man – meiner Überzeugung nach – nämlich erst, wenn man fertig ist. „Aha“, denke ich, „da ist der Hund begraben.“ Eine konspirativ angezettelte Aktion, die ich mit ziemlicher Sicherheit abgewählt hätte. „Deshalb hat man mich im Unklaren gehalten.“

Völlig falsch, der tatsächliche „Lifetime Achievement Award“ ging schließlich wenig später an den Regisseur Peter Schamoni, nachdem wir schon längst mit den Unplugged Versionen von „Dreimohl zehn Johre“, „Hurricane“ und „Du kanns zaubre“ das festlich gestimmte Auditorium ordentlich aufgemischt hatten.

„Hurricane“ wählte ich übrigens kurzentschlossen, weil der Mann von der zuständigen DVD-Firma, der vorher den Preis für Scorseeses „No Direction Home“ abholte, in uninformierter Weise Bob Dylan die Muddy Waters-Textzeile „A rolling stone gathers no moss“ unterjubelte (nach der sich bekannterweise die Stones benannt haben!!!).

Das schrie förmlich nach Richtigstellung und bot mir außerdem eine wunderbare Gelegenheit, Chuck Berry, der gestern seinen 80sten Geburtstag feierte, zu seinem Geburtstag musikalisch zu gratulieren. Eine rauschende Ballnacht, Bettruhe erst nach 3:00 morgens. Ob der Zeitumstellung hatte ich ja noch zwei Stunden gut.