Niedeckens BAP - Startseite

Mörel-Riederalp / Schweiz

Wie meistens in den letzten Jahren fahren wir auch diesmal über den Jahreswechsel mit den Hells in die Schweiz. Die Schneeverhältnisse sind ziemlich mau in den Alpen, hier auf der Riederalp hat es zuletzt am 10.Dezember geschneit, seitdem versucht man, den Skibetrieb mit Schneekanonen aufrecht zu erhalten. Das Wetter ist allerdings phantastisch hier oben auf 2000m Höhe, strahlend blauer Himmel, so dass mir als Skimuffel gar nichts fehlt und meine Mädels scheinen mit dem, was da an Schnee vorhanden ist, zufrieden zu sein.

Auf meinem täglichen Spaziergang zu benachbarten Bettmeralp fange ich damit an, mir meine ersten Gedanken über die Vertonung einer wahren Familiengeschichte aus dem letzten Kriegswinter 44/45 zu machen, in der es – ohne zuviel zu verraten – um von meinem Großvater, dem Kirchenmaler, gebastelte Krippenfiguren geht. Eigentlich hatte ich ja vor, damit zu warten, bis mir einer meiner Mitmusikanten die passende Musik dazu abliefert, aber unter den bisher vorliegenden befindet sich einfach keine für den langen Text a la „Chippendale Desch“ und somit greife ich auf eine zurück, die ich schon seit längerem für einen solchen Fall in der Schublade aufbewahre.

Abgesehen davon, ist mir natürlich auch bewusst, dass ich für das Schreiben dieses Textes wohl so schnell keine geeignetere Umgebung finden werde, als diese hier. Eine gute Entscheidung, denn über Sylvester und Neujahr ist er unter Dach und Fach.

Den Rest der Zeit verbringe ich mit lesen (T.C. Boyle: „River Rock“, sehr empfehlenswert, auch wenn der Roman etwas enttäuschend über die Zielgerade plätschert), spazieren gehen, Demos hören, Gitarre spielen und frühem Zubettgehen, was nach der anstrengenden Dezembertour eine dringend notwendige Wohltat ist.

Kurz nach zwölf in der Sylvesternacht Neuschnee, zwei volle Tage lang, somit ist auch dieses Problem gelöst.