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Koblenz - Rhein-Mosel-Halle

Genau nach einem Monat zurück in Koblenz. Selbstverständlich wieder das Hotel neben der Rhein-Mosel-Halle, ich glaube sogar, dasselbe Zimmer. Aber auch darüber hinausgehend massenhaft Erinnerungen an mehr als ein Vierteljahrhundert, und das geht nicht nur mir so. Der Fisch erzählt mir, dass wir hier drin, als er während der „Salzjebäck un Bier“ Tour den Steff am Bass vertrat, an seinem Geburtstag gespielt haben.

Nach dem Soundcheck ist noch genug Zeit, mal in die City zu gehen und noch ein paar Besorgungen zu machen. Werde unverhältnismäßig oft gegrüßt, die Leute scheinen sich auf uns zu freuen. Bin bei Konzertbeginn dann aber doch ziemlich überrascht, dass so viele gekommen sind, obwohl zeitgleich Jethro Tull in der Sporthalle Oberwerth spielt und TuS Koblenz gegen Kaiserslautern.

Der neue Showanfang funktioniert jetzt perfekt. Wünsche mir, der wäre uns schon früher eingefallen, man stelle sich vor, was dabei in der Kölnarena abgegangen wäre. Und Christian Brückners Kerouac-Text macht sich vor der ersten Zugabe auch sehr gut. Für mich sogar mit einem kleinen positiven Nebeneffekt: ich bin jetzt bei „Wat für e Booch“ mit meinen Gedanken nicht mehr bei irgendwas Theoretischem, sondern auch gefühlsmäßig voll im Konzert. „Nix anderes em Kopp“ werde ich mir wohl bis auf weiteres abschminken müssen, dieser Dylan-Song zündet nur bei einer kleinen Minderheit. Ich denke, der Fehler war, dermaßen sklavisch beider Leopardefell-Version geblieben zu sein. Vielleicht hätten wir den Song weniger Heavy Metal-mäßig, sondern eher akustisch angehen sollen. Egal, womöglich ist ja nach dem düsteren Bahnhofskino auch langsam mal wieder Zeit zum Durchatmen (mit „Souvenirs“ vielleicht?!).

Der Lacher des Abends geht auf Jürgens Konto: beim letzen Stück des regulären Programms, „Rääts un links vum Bahndamm“, mit seinen Gedanken schon ganz woanders, so dass er mitten im Song zum Finale ansetzt durch keinerlei Zeichen sämtlich beteiligter Musikanten auf die richtige Spur zurückzulenken ist. Hektor hatte einfach fertig. Basta!