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Köln

In aller Herrgottsfrühe fahre ich Tina ins Eduardus-Krankenhaus, wo heute die zwei Schrauben aus ihrem Knie entfernt werden, mit denen ihr Kreuzband-Knochenabriss von Anfang März repariert worden war. Danach ein paar Einheiten Papierkrieg im Büro und nachmittags ein ebenso seltsames wie lustiges Fotoshooting mit Olaf Heine für die „Gala“. Musiker aus den verschiedensten Sparten (als ich eintreffe, sind gerade „Monrose“ dran und nach mir wird LaFee verarztet) werden in Edelklamotten gesteckt und für eine Modestrecke hergerichtet, in der sie sich allerdings unbedingt wiederfinden sollen.

Meine Befürchtungen, mich hier unverrichteter Dinge frühzeitig wieder vom Acker machen zu müssen sind unbegründet, denn für mich liegt bloß ein – zugegebenermaßen schicker – grauer Wildlederanzug und ein weißes Hemd bereit. Wäre ich nicht dermaßen neben der Spur (ich glaube, ich habe sogar leichtes Fieber) hätte ich mich sogar noch auf den Weg nach D’dorf zu Bruce gemacht. So aber halte ich es für weitaus vernünftiger, mir das Spiel gegen Österreich anzusehen und danach so schnell wie möglich ins Bett zu gehen.