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Köln

Die letzte Abmischwoche, was für mich bedeutet, einmal pro Tag im Studio zu erscheinen und was zu den Endmixen zu sagen. Keine größeren Differenzen diesbezüglich, Micha ist ständig mit dabei, um die Angelegenheit Band-dienlich zu begleiten. Für mich persönlich unfassbar, dass sich ein Mensch merken kann, was alles wann auf welche Spur gespielt wurde.
Meine Hauptbeschäftigung diese Woche ist hauptsächlich Bürokram und vor allem die Gestaltung der Pandora-homepage. Inhaltlich hat da Oliver schon phantastisch vorgearbeitet, für Mattes und mich geht es hauptsächlich um die Auswahl der Bebilderung.

Dienstag Abend hat mich die Kölner Filmsociety eingeladen, mit ihr im Odeon Todd Haynes Dylan-Film „I’m not there“ anzusehen und mich anschließend mit dem Autor und Filmemacher Theo Roos darüber zu unterhalten. Klasse gemacht dieser Film, tolle Idee die Rolle des Meisters auf sechs Schauspieler zu verteilen und das Geschehen losgelöst von chronologischen Abläufen ineinander zu verflechten. Ob diesen Film allerdings auch Menschen genießen können, die sich nicht großartig mit Dylan beschäftigt haben, wage ich zu bezweifeln. Ähnlich wie in Chronicles Volume I gibt es riesige Lücken, aus zweien seiner Weggefährtinnen („...meine Frau“) wird sogar in einer Story eine gemacht. Des weiteren bin ich mir nicht sicher, ob die Synchronisation dem Film nicht eher schadet. Werde versuchen, ihn möglichst bald im Original zu sehen.

Samstag Vormittag bin ich im rahmen der LitCologne erneut vom WDR5 eingeladen, ein Viertelstündchen was beim Literaturmarathon vorzulesen. Man hat mir einen Auszug aus Stephan Andre’s Roman „Wir sind Utopia“ zugeschickt, den ich erst zweimal lesen muss, bevor ich ihn erst einmal verstehe. Besonders gut gefällt mit hinsichtlich „Krohn oder Turban“ folgender Satz: „Da man sich aber eifrig gegenseitig beobachtete, kam es, dass die Christen in ihrem Glauben vieles von den Heiden hatten und die Heiden umgekehrt von den Christen; und das mehr im Waagrechten verlaufende heidnische Denken und das senkrecht in die Unendlichkeit aufsteigende der Christen kreuzte sich wie die Fäden am Webstuhl. Das Gotteskleid, das sie auf diese Weise woben, trug die Muster sehnsüchtigen Friedens und demütiger Güte“

Nachmittags mit meinen Töchtern zur Premiere des Animationsfilms „Horton hört ein Hu“ von den Machern von „Ice Age“. Sonntags dann zum Heimspiel FC gegen Koblenz, weniger lustig.