Niedeckens BAP - Startseite

Köln

Mir fällt auf, dass ich jetzt langsam mal wieder was in’s Logbuch schreiben könnte, schließlich ist die Albumproduktion so gut wie abgeschlossen (bis auf ein Drittel der Endabmischungen) und übermorgen werden die ersten Teaser auf die eigens hierfür eingerichtete Homepage www.radio-pandora.de gestellt. Vorige Woche sah es kurzfristig vor lauter Frühlingswetter so aus, als hätten wir es geschafft, im Studio zu überwintern, was sich allerdings momentan nicht zuletzt durch Tief „Emma“ als Illusion herausstellt. Es war auf jeden Fall richtig, das wir uns eingegraben haben, ohne an die Welt draußen zu denken, uns auf die Arbeit zu konzentrieren und keine Zwischenstände zu geben.

So langsam nimmt man jetzt auch wieder am sozialen und kulturellen Geschehen teil, beispielsweise am vergangenen Montag an der Premiere des WDR-Zweiteilers „Teufelsbraten“, der Verfilmung von Ulla Hahns Roman „Das verborgene Wort“. Ein – wie ich finde – gelungene Umsetzung, die jedoch leider an der entscheidenden Stelle kneift, denn der rheinische bzw. kölsche Dialekt wird quotenkompatibel auf Verständlichkeit verbogen und somit beraubt man den Film seiner Seele.
Wie viel authentischer wäre er, wenn man sich mutig, wo es nötig gewesen wäre, für Untertitel entschieden hätte. Ich finde es nahezu widersinnig, einen Film über dieses Thema zu drehen und es dann doch nahezu hochdeutsch zu verfilmen.

Natürlich bin ich da besonders sensibel, schließlich wagen wir es erneut, total kompromisslos beim Kölschen zu bleiben, obwohl die Zahl derer, die uns noch ohne Übersetzungshilfe per Booklet verstehen, immer mehr zurück geht. Gerade in diesem Bereich hat sich natürlich in den letzten drei Jahrzehnten enorm viel verändert. Dialekte werden über kurz oder lang komplett aussterben, umso trauriger ist es dann natürlich, wenn man eine Chance, diesen Prozess zu verlangsamen, auslässt.
(Trotz allem empfehle ich natürlich, ihn am 7. März um 21 Uhr auf Arte bzw. am 12. und 13.März um 20.15 Uhr im Ersten anzuschauen)

Mittwoch den ganzen Tag über Fotoshooting mit Mathias Bothor, unter anderem im Deutzer Hafen und in der ehemaligen Stammkneipe meines Großvaters neben dem Severinstor.

Donnerstag Abend dann im Studio Dumont ein Themenabend in Sachen Rebound-Projekt. Schön, dass sich der Stadtanzeiger in dieser Angelegenheit dermaßen mit in die Kurve legt. Eine gelungene Veranstaltung, unsere Idee kommt an.