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Freitag, 28. März 2014 - Limburg / Stadthalle

Nach unserer Ankunft in Limburg, bei großartigem Frühlingswetter, machen sich alle in unterschiedlichen Konstellationen auf einen Bummel durch die Altstadt und natürlich ist das Ziel die Residenz des Bischofs. Nach allem, was man bisher in Erfahrung gebracht hat, wage ich zu behaupten, dass hier vor allem ein Hofschranzen-Problem vorliegt und dieser Tebartz van Elst lediglich ein durchgeknalltes Symptom für ein überkommenes Machtsystem darstellt. Es hat Zeiten gegeben, wo man seine Verschwendungssucht mit einem Schulterzucken abgetan hätte. Man muss nur mal den Wert der Liegenschaften des Kölner Kardinals, die erst nach dem Krieg erworben wurden und absolute Filetstücke in unmittelbarer Domnähe sind, zum hiesigen Problem in Relation setzen, dann wird einem einiges klarer. Es kann doch wohl auch nicht sein, dass man jetzt so tun will, als hätte niemand vom Realitätsverlust des Bischofs profitiert. Die momentane Strategie lautet: Wogen glätten und Aussitzen. Man darf gespannt sein, ob sich diese Pandora-Büchse nochmal schließen lässt.
In der Stadthalle haben wir bisher schon zweimal gespielt, nämlich auf der "Tonfilm" und der "Aff un zo"-Tour. Kann mich noch gut daran erinnern, dass am Nachmittag vor dem Aff un zo-Konzert die Nachricht eintraf, ein weiteres Flugzeug sein von Selbstmord-Attentätern entführt und irgendwo in New York zum Absturz gebracht worden. Erst am folgenden Tag stellte sich heraus, dass es sich um einen "normalen" Absturz gehandelt hatte. Natürlich kackt die Halle hier im Vergleich zu unseren letzten Spielorten deutlich ab, aber dennoch gelingt uns ein gutes, stimmungsvolles Konzert. So langsam fangen wir an, darüber nachzudenken, welche Songs für die Sommerkonzerte unter freiem Himmel zu zart sind. Einiges müsste man strammer spielen, und einiges sogar auswechseln. Werde wohl morgen mal eine Bestandsaufnahme vom bisher eingeprobten Repertoire machen um mir eine Übersicht zu verschaffen. Nach dem Gig noch nach Frankfurt, zwei Nächte im selben Hotel machen Sinn.