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Freitag, 15.Juni 2012 - Paderborn / Capitol

Gestern genaugenommen nur Anreisetag. Bisschen durch Paderborn gebummelt, einiges an Papierkram erledigt und abends mit der ebenfalls schon heute angereisten Crew im „Deutschen Hause“ zu Abend gegessen und dabei das Spiel der bemitleidenswerten Iren gegen die Spanier verfolgt. Für mich so ziemlich die einzigen, die mit uns auf Augenhöhe spielen. Dass wir uns ausgerechnet in Paderborn für die Open Airs warm spielen liegt daran, dass hier unser langjähriger Lichtmann Jürgen Assmann lebt, der mich bereits für die Lesung im vergangenen Jahr ins Capitol geholt hatte. Damals wurde die Idee geboren, unser Warm Up-Konzert diesmal hier stattfinden zu lassen. Leider regnet es so ziemlich den ganzen Tag, sodass es mit Freiluftaktivitäten ziemlich mau wird. Die Probe verläuft problemlos, so richtig viel ist ja auch nicht einzuproben. Ein paar neue Übergänge, die eine oder andere Alternative noch mal rekapituliert, vor allem aber das Programm an die Open Air-Lichtverhältnisse angepasst.
Die einzige Nummer, die wir länger nicht mehr gespielt haben, ist „Millione Meile“, die Coverversion von meinem persönlichen Rory Gallagher-Lieblingssong. In Hamburg habe ich mir extra nochmal sein Album „Tatoo“ zugelegt, das ich bislang lediglich als Vinyl-Ausgabe besaß. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: 1. Ich kann jetzt auch endlich mal den Werner mit einem Bass-Solo featuren und 2. überall kundtun, dass sich die Leute unbedingt zu unserem Tour-Abschlusskonzert am 1.September auf der Loreley in Bewegung setzen sollen. Mal ganz abgesehen davon, dass wir wohl alle diese Nummer sehr gerne spielen und sie in der Tat eine wirkliche Hommage an diesen wunderbaren Kerl darstellt. Abends wird es dann im proppenvollen Capitol ordentlich heiß, was aber der Spielfreude keinen Abbruch tut. Thorsten und Kai kommen uns besuchen, weil Thorsten ab morgen auf den Paderborner Fototagen ausstellt und die beiden auf der Auftaktveranstaltung spielen. Der Gig verläuft jedenfalls sehr erfreulich, eine paar kleinere Fehler, aber im großen und ganzen wird das so funktionieren. Das einzig blöde ist, dass wir jetzt immer noch nicht wissen, wie die Lichtverhältnisse denn nun wirklich im Erstfall draußen sind und davon ist nun mal abhängig, ob wir uns nun so was Zartes wie „Augenblecke“ leisten können oder nicht. Morgen können wir das auch nicht testen, weil wir da bereits um 22:00 Uhr fertig sein müssen, da spielen wir das Abschlusskonzert der Ruhrfestspiele, welches mit einem fest terminierten Feuerwerk zu Ende geht.