Niedeckens BAP - Startseite

Flensburg - Campushalle

Pünktlich zur Übertragung des FC-Spiels gegen Offenbach laufen Didi und ich bei den netten Bekannten des heutigen örtlichen Veranstalters ein, wo wir, lassen wir das Spiel selbst mal außen vor, einen gemütlichen Sonntag Nachmittag bei Tee und Kuchen verbringen.

Wunderschöne Gegend hier. Von dem Wintergarten dieses reetgedeckten Fachwerkhauses aus, in dem der Riesenfernseher mit Arena-Anschluß steht, kann man bis nach Dänemark sehen. Sanfte grüne Hügel, die einen an Irland erinnern, geduckte Häuser, Hecken, Weiden und immer wieder irgendwelche Wasserläufe, Teiche, Seen und Meeresbuchten. Im Sommer dürfte es hier paradiesisch sein.

Leider komme ich überhaupt nicht dazu, mein Hotelzimmer mit Meerblick zu genießen, denn nach dem Spiel geht es direkt zur Halle, wo wir mit Richard Wester, dem Saxophonisten unserer China –Tour zum Soundcheck verabredet sind. Er lebt seit 23 Jahren hier oben (was ich sehr gut verstehen kann) und hat außer seinem Saxophon eine Flöte mitgebracht, die er 1987 in China gekauft hatte. Muss unbedingt noch mal zuhause im Tourbuch „BAP övver China“ nachlesen, wie das mit diesem Besuch bei diesen traditionellen Instrumentenbauern im Detail abgelaufen war. Jedenfalls hat er das Teil, soweit wir uns erinnern, damals bei unserem Song mit der chinesischen Gastsängerin („Feuer im Winter“) eingesetzt, und heute findet sie bei „Jraaduss“ Verwendung.

„Hungry Heart“ kommt nach langer Zeit endlich mal wieder zu einem Saxophon-Solo. Der Mann wird bei seinem Heimspiel ausführlich bejubelt, überhaupt ein sehr angenehmes Publikum, haben viel Spaß und versprechen gerne, dass es keine weiteren dreißig Jahre dauert, bis wir wieder in die nördlichste Stadt der Republik kommen.

Ich glaube, wir sind alle leicht überrascht vom Verlauf der heutigen Show, denn eigentlich hatten wir mit Diaspora-Bedingungen gerechnet.