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Donnerstag, 11. August 2011 - Saarbrücken, Schloss

Während die Band nach Schwetzingen zum Off-Tag fährt, begebe ich mich mit Didi auf „Europatour“, schließlich kürzen wir ja die Strecke nach Saarbrücken über französisches Territorium ab. Es war schwierig gewesen, hier eine für alle Beteiligten sinnvolle Location bzw. einen Routing-freundlichen Termin zu finden, somit sind wir schließlich zwischen zwei Open Airs am heutigen Tag im eigentlich viel zu kleinen Schloss-Saal gelandet. Kenne diesen ansonsten wunderbaren Raum von meiner „Immer weiter“-Lesereise vor sieben Jahren, bei der ich mir ja die Aufgabe gestellt hatte, mit Minimalgepäck so flexibel wie möglich allein durchs Land zu reisen. Eine Reisetasche, eine Gitarre, Deutsche Bahn. Hat funktioniert, bis auf dämliche Gerüchte, von wegen: das wäre der Beweis dafür, dass der Niedecken sich jetzt offensichtlich nicht mal mehr ein Auto und einen Tourbegleiter leisten könne. Ist halt so: Sollte jemand über Wasser gehen können, würde sich mit Sicherheit sofort jemand mit der Behauptung zu Wort melden, der Betreffende könne vermutlich nicht schwimmen.

Oliver reist an, wir treffen uns in der Altstadt, bringen uns gegenseitig auf den neuesten Stand und gehen dann über die Fußgängerbrücke zum Schloss, wo wir nochmal den heute zu lesenden Text abgleichen. Seit Rheinbach ist mir klar, dass die Pater-L.-Stelle mit „Nie met Aljebra“ drin bleiben muss und die Passage mit der Deggendorfer Dachterrassen-Party, um ein paar Zeilen verlängert, auch mal versuchsweise auf „Für Maria“ rauslaufen könnte. Blöderweise haben sich heute wieder mal zwei „kurze Begrüßungsansprachen“ (eine vom Hausherrn und eine vom örtlichen Buchhändler) ins Programm geschlichen, so dass es realsatirisch gewirkt hätte, wenn Oliver seine Einführung auch noch gehalten hätte. Der Klügere gibt nach, er verzichtet daher. Ab sofort gilt aber, dass diese gutgemeinten Begrüßungsansprachen nicht mehr stattfinden, sobald der Jeheimrat mit von der Partie ist.
Ansonsten aber ein wunderbarer Abend, „Aljebra“ funktioniert sogar noch besser als in Rheinbach, und auch die „Für Maria“-Stelle besteht ihre Bewährungsprobe. Natürlich wieder ewig lange Signierstunde mit Handyfotografiererei und auch weniger sensible Menschen mit 1000 Sonderwünschen, die Autogramme auf jedes Fitzelchen ihrer BAP-Sammlung erbitten. Tiefes Luftholen meinerseits, zwischendurch geht das ja mal, aber wenn ich wieder back to back unterwegs bin, werde ich da wohl etwas resoluter mit umgehen müssen.