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Accra/Ghana

Accra/Ghana

Erneut ist der Wecker grausam unterwegs. Der erste wake-up-call findet um 7:oo Uhr statt, der zweite eine halbe Stunde später. Beim Frühstück erfahre ich, dass es, ob des um diese Jahreszeit üblichen Sahara-Staub-Anteils in der Luft, zu Komplikationen bezüglich des heutige geplanten Fluges nach Komasi kommt. Hier sollten wir an einem Empfang des hiesigen Quasi-Königs, des „Ashanthenes“ teilnehmen. Leider schafft es die stattliche Fokker nur einmal, nämlich mit dem Bundespräsidenten und seinem engsten Kreis sowie dem ersten Schub Journalisten dorthin zu fliegen.

Alles weitere – heißt es – sei zu riskant. Somit hängt der restliche Tross gut zwei Stunden auf dem Flughafen der Hauptstadt ab, bis klar ist, dass es ob der Wetterlage keinen Sinn macht, noch länger zu warten und der Rest des Nachmittags ist somit frei für Sightseeing, Powershopping etc. in Accra. Eigentlich gar nicht so falsch, denn der enge Zeitplan hätte so was ansonsten überhaupt nicht zugelassen.

Vom realsozialistischen Nkroumah-Bombastkitsch-Memorial über einen Touristenmarkt bis zur „Artist Alliance Agency“, einer von Künstlern selbst verwalteten Galerie (nicht zu vergessen das Mittagessen in der hiesigen Universität mit kompetenten Menschen aus allerlei Bereichen des öffentlichen Lebens) verbringen wir dann doch noch einen relativ interessanten Tag.

Abends dann zum Empfang ins vor zwei Jahren von Bundeskanzler Schröder eingeweihte „Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre“, wo morgen den ganzen Tag über das stattfindet, wieso wir alle hier sind, nämlich die zweite Konferenz der von Köhler in’s Leben gerufenen und von der „Zeit“ unterstützten „Initiative Partnerschaft mit Afrika“.