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Aachen - Eurogress

Dienstag ordentlich ausgeschlafen und um 14 Uhr ab nach Aachen. Anne ist wieder dabei, dementsprechend wieder die längere Soundcheck-Variante. Habe für „Dead Flowers“ mal die Dobro mitgebracht, gefällt mir sehr gut, was Helmut da Bottleneck-mäßig drauf treibt. Passt hervorragend in die neue Country-Version, die allerdings im Unplugged-Block fehlplatziert ist. Bei diesem Stück, dass vor allem durch unsere Spielfreude überzeugt, ist es unsinnig, die Band auf Barhocker festzuschrauben.

Das heutige Pokalspiel Frankfurt – Köln können wir leider/Gottseidank nicht sehen, es geht nach Verlängerung 3:1 aus, was aber nicht ganz so schlimm ist, weil ein großer Teil unserer Crew aus Eintracht-Fans besteht, und man insofern gut gönnen kann.

Liefern einen soliden Gig ab, kein Wunder, schließlich hatten wir vorher, einen extra von Rosi und Ewald Lienen aus Athen für den Altar geschickten silbernen Granatapfel der Göttin Aphrodite in unsere Kultstätte eingefügt und behuldigt.

Darf allerdings gar nicht daran denken, wo der FC jetzt stünde, hätte Ewald in Köln vom Boulevard unbehelligt seine Arbeit machen können. Bin wirklich mal gespannt, ob ich das noch erleben darf, dass sich diesbezüglich in Köln so etwas wie Lernfähigkeit entwickelt. Viermal Ab- und Aufstieg direkt hintereinander sollten eigentlich zu der Einsicht führen, dass es mit dem wilden Leerkaufen der Ersatzbänke irgendwelcher Erstligisten nicht getan ist. Mit denen kann man vielleicht aufsteigen, aber zum drin bleiben braucht man eine solide aufgebaute, verschworene Truppe, zusammengestellt von jemanden, der weiß, was er tut, und sich nicht am Nasenring der Boulevardpresse führen lässt. Christoph Daum bleibt allerdings genau genommen gar nichts anderes übrig, als damit anzufangen, denn der Aufstieg ist gelaufen. Nur, dass man ihn in Ruhe arbeiten lässt, wage ich heftigst zu bezweifeln.